5 Ursachen warum du im Wettkampf nicht gewinnst

Im vorletzten Artikel habe ich dir die ersten fünf Gründe genannt, warum du als Sportler niemals deine Ziele erreichen wirst. Im heutigen Artikel gebe ich dir weitere fünf Ursachen mit auf deinen Weg, warum du im Wettkampf nicht gewinnst.

Als Sportler wollen wir immer gewinnen, immer ganz oben stehen, die Goldene, die Bestzeit…
Doch gewinnen tut immer nur einer!

5 Ursachen warum du im Wettkampf nicht gewinnst

„Every pro, was once a beginner.
Every expert, was once a starter.
Every winner was once a looser.“

5 Ursachen warum du nicht gewinnst

Ursache #1. Du akzeptierst deine Grenzen:

Sicherlich haben wir Menschen alle irgendwo Grenzen. Als Leistungssportler sind diese Grenzen physischer und psychischer Natur. Der menschliche Körper kann nunmal nur gewisse Dinge leisten – und andere nicht mehr.
Du kannst als Sportler vielleicht keine 7 Goldmedaillen gewinnen, wie das Michael Phelps geschafft hat, aber du kannst eines machen, deine Grenzen nicht als gegeben hinnehmen und sie so akzeptieren.

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    Das Problem mit dem Ziel setzen:
    Das ist ja auch immer wieder ein Problem für mich, wenn ich über eine klare Zielsetzung reflektiere. Stell dir vor, du willst 100 Kilo im Bankdrücken schaffen (daran arbeite ich gerade). Das ist nicht leicht, klar, aber mit Durchhaltewillen und Training für einen Sportler erreichbar.
    Du setzt dir also das sehr konkrete Ziel „100kg im Bankdrücken bis Ende des Jahres“. Du wirst trainieren, du wirst dich steigern, du wirst möglicherweise auch die 100kg schaffen. Ziel erfolgreich abgeschlossen. Check! Goal determined!

    Aber was ist, wenn dein eigentliches Maximalgewicht nicht bei 100 Kilo lag, sondern es eigentlich auch 110kg oder 120kg sein hätte können? Hast du dich vielleicht einfach falsch programmiert? Hast du dich zu sehr auf die 100kg versteift, anstatt in größeren Bahnen zu denken?

    „Wer sein Ziel nicht an den Sternen festmacht, kommt nicht mal auf den nächsten Kirchturm.“ -Patrik Swayze

    Ich muss ja ehrlich sagen, die Videos sind sehr amerikanisch. Was die Amis aber verstanden haben ist, dass Grenzen zuerst im Kopf entstehen, durch außen an uns herangetragen werden, uns eingebläut werden und dann Teil unserer Realität werden.
    Tun wir das aber nicht, steht uns die Welt offen!

    Ursache #2. Dir fehlt die nötige Motivation

    Motivation ist der Antrieb, den du als Sportler benötigst um nach ganz oben, auf die oberste Treppe zu kommen. Die stärkste Motivation entsteht aus deinen Motiven, die sich entweder auf einer unbewussten oder bewussten Ebene abspielen können.
    Für viele Sportler geht es darum, zu siegen, der Erste zu sein, sich zu beweisen oder sich selbst zu verbessern.

    Mangelnde Motivation ist ein der wichtigsten Gründe, warum Sportler ihre Ziele nicht erreichen.

    In der PSI-Theorie (Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen) von Julius Kuhl unterscheiden wir vier Basis-Motive. Die beiden wirkungsorientierten Motive Macht und Leistung sowie die beiden anreizorientierten Motive Beziehung (Anschluss) und Freiheit.
    ( Martin Feigenwinter: http://www.feigenwinter.com/geheimnis-deiner-motive/)

    Was treibt dich an, was motiviert dich?

    Willst du dich stetig verbessern oder deine Leistungsfähigkeit als Leistungssportler auf ein neues Level heben, dann hast du Leistungsmotive.

    Möchtest du deine Gegner dominieren und die anderen beherrschen, dann steht Macht für dich im Vordergrund.

    Ist dein wichtigstes Motiv, mit anderen gut auszukommen, dich zu verbinden, Anschluss zu finden, dann sind Beziehungsmotive für dich vorrangig.

    Wenn für dich Selbstbestimmung an oberster Stelle steht, dann ist Freiheit dein stärkstes Motiv.

    Suche die Dinge für dich, die dich wirklich motivieren, die dich weitermachen lassen anstatt aufzugeben.

    Was würde sich für dich verändern, wenn du es lassen würdest?
    Das ist oftmals eine wichtige Frage für dich, die du für dich beantworten solltest. Immer wieder gibt es im Leben eines Sportlers Phasen, da gewinnt man. In diesen Phasen ist alles ganz einfach, das Training vergeht wie im Flug. Beim Wettkampf verlierst du keinen Gedanken daran, nicht gewinnen zu können oder zumindest weißt vorne zu landen und auch sonst in deinem Leben läuft es ausgezeichnet. Alles TOP, also!

    Und dann gibt es Phasen, die sind sprichwörtlich „für den Arsch.“
    Du trainierst, hast aber nicht das Gefühl, dass etwas funktioniert, oder dass es dir etwas bringt. Vor dem Wettkampf denkst du bereits, daran dass es schief gehen könnte und so tritt es dann auch ein.
    Und das macht dir zu schaffen.

    So macht es keinen Spaß mehr!

    So hat alles keinen Sinn!

    So ist es einfacher, wenn ich es lasse!

    Sind das nicht die Gedanken, die dir dann kommen?
    Aber was würde sich für dich verändern, wenn du es einfach lassen würdest und deinen Kopf in den Sand stecken würdest? Würdest du nicht einfach nur weglaufen, den Sport lassen, der dir so viel Spaß macht und würdest du dir diese Entscheidung in 20, 30 oder 50 Jahren nicht vorhalten?

    http://www.psi-theorie.com/downloads/

    http://www.komunariko.at/was-bewegt-den-menschendie-7-quellen-der-motivation-psi-theorie/

    https://de.wikipedia.org/wiki/PSI-Theorie_(Kuhl)

    Ursache #3. Du denkst bereits an das nächste Ziel

    Eine Tatsache warum Sportler ihr Ziel nie erreichen ist, dass sie mit den Gedanken einfach schon zwei Schritte weiter sind, als sie sollten.

    Du befindest dich mitten in einem Wettkampf, stehst am Start eines Rennens oder wartest nur noch darauf, dass das Spiel endlich losgeht. Plötzlich denkst du an dein nächsten Ziel. Du denkst daran, was du noch erreichen willst und wie du das angehen möchtest.

    Du bist nicht beim jetzigen Tun, sondern im zukünftigen Träumen.
    Du stellst dir vor, wie du in einem späteren Wettkampf die Medaille umgehängt bekommst. Wie es sich anfühlt, wenn du nach harter Arbeit sagen kannst, dass du es dir verdient hast. Doch du bist nicht bei diesem Turnier, bei diesem Wettkampf oder diesem Rennen, du bist bereits beim nächsten.
    Du machst also den zweiten Schritt vor dem ersten.

    Was wird passieren?
    Es kommt wie es kommen muss. Du wirst den Wettkampf, falls du dich nicht zurückholen kannst, nicht so beenden, wie du es dir vor dem Start gewünscht hast, wie du es dir als Ziel gesetzt hast.

    Sondern du wirst immer wieder den Fokus verlieren, dich immer wieder dabei ertappen, dass du bereits drei Schritte weiter bist anstatt im Hier und Jetzt zu sein und wirst deine Bestleistung nicht abrufen können.

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    Ursache #4. Du scheiterst an deinen Erwartungen

    Du spielst super Spiele, bist dort wo du sein wolltest, hast die Dinge nun erreicht, die du dir als Ziel gesetzt hast.
    Dann auf einmal merkst du, wie du verkrampfst. Wie sich Druck auf denen Schultern aufbaut und wie sich ein bedrückendes Gefühl in deinem Körper ausbreitet.

    Dieses Gefühl beginnt im Brustbereich und breitet sich schleichend auf den gesamten Körper aus.
    Mit der Zeit wirst du immer verkrampfter, du sehnst dich in die Momente zurück, wo alles ganz leicht ging, wo du einfach im Flow warst, wo deine persönliche Erwartungshaltung an dich nicht so groß war und du einfach getan hast.

    Jeder Athlete möchte gewinnen und seine persönliche Bestleistung im Wettkampf abrufen können, keine Frage!

    Mit jedem Erfolg steigt aber auch die Erwartungshaltung an dich selbst. Wenn sie aber immer größer wird, kann es sein, dass sie dir irgendwann mal zu viel wird und dich dann hemmt. Du musst dann nur noch etwas erreichen und „etwas zu müssen“ ist eine Sache, die normalerweise nach hinten los geht.

    Wie kannst du aber den Kreislauf durchbrechen, dich wieder zurückholen, wenn der Moment bereits eingetreten ist und du deine Erwartungshaltung nicht mehr erbringen kannst.

    Setze dir ein anderen Ziel. Lass die Gedanken an den Sieg, die Bestzeit oder die Meisterschaft einfach mal etwas beiseite und fokussier dich nur auf deine Performance. Dein einziges Ziel muss es in diesem Moment sein, dass du in diesem Moment dein bestes abrufen kannst. Dann hast du dein Ziel bereits erreicht.
    Dieser Gedanke beschäftigt sich mit der Diskrepanz von Zielsetzungsarten. Also Ergebnisziel vs. Prozessziel!

    Definiere dir für die nächsten Wettkämpfe Prozessziele, die du positiv formulierst und nicht mit „wollen“, „können“, „sollte“ abschwächst und lasse die Ergebnisse außen vor.

    http://www.peaksports.com/sports-psychology-blog/sports-psychology-podcast-perform-with-confidence-not-expectation/

    http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/1746/die-sedona-methode-vier-fragen-mit-denen-sie-etwas-verandern-konnen

    Ursache #5. Die Erwartungen von außen sind zu groß

     

    „Wir brauchen deinen Sieg für den Verein.“

    „Wenn du das nicht schaffst, können wir dich nicht mehr unterstützen.“

    „Das ist deine Chance!“

    Wir bekommen als Sportler immer wieder Druck von außen auf die Schultern gelegt. Es geht um Leistung, es geht um eine Top-Performance, es geht um ein tolles Ergebnis – von dir für die Anderen.

    Diese Erwartungshaltung von außen, macht aber ziemlich viel Druck. Und Jeder Sportler, von dem schon einmal etwas abgehängt ist, weiß wovon ich spreche, weiß wie es sich anfühlt.
    Ich hatte dieses Gefühl bei meinen ersten Mannschaftskämpfen für das Nationalteam relativ stark.

    Es war neu für mich, nicht nur mich selbst enttäuschen zu können sondern auch vier andere, die mit mir im gleichen Boot sitzen.

    Hohe Erwartungen von außen lassen dich scheitern. Du verkrampfst viel zu sehr und denkst bereits vorab daran, dass du scheitern könntest und dass es schief gehen könnte.
    Das ist Gift für deine Bestleistung.

    https://www.competitivedge.com/goals-expectations-dos-don’ts

    http://www.sportpsychologytoday.com/sports-psychology-articles/high-expectations-can-lead-pressure-and-effect-performance/

    http://bleacherreport.com/articles/274622-pressure-and-sports-the-pressure-to-win-succeed-and-to-be-the-best

    Das waren sie also die zweiten fünf Gründe und Ursachen, warum du als Sportler deine Ziele niemals erreichen wirst.

    Schreibe mir doch in einem Kommentar, welche dich bis jetzt am meisten gehindert hat.

    Sport ist Kopfsache!

    Dein,

    Unterschrift

    Muhammed Ali

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