Achtsam als Sportler – ein leidiges Thema?

Achtsam als Sportler zu sein, bedeutet mehr als nur Meditation und Traumreisen. Es geht darum mehr im Hier und Jetzt zu sein um sich auf den Augenblick konzentrieren zu können.

Schlaue Sportler haben schon seit längerem gemerkt, dass es ihnen hilft, sich in Achtsamkeit zu üben und achtsam sowohl im Training als auch im Wettkampf zu agieren.

Wenn wir auf unzählige Blogs gehen, ist das Thema „Achtsam sein“ ja wirklich omnipräsent, möchte ich sagen. Achtsam hier und achtsam da. In vielen Blogs und Bücher-Shops ist man dem Thema Achtsamkeit nicht abgeneigt.

Einige der Bücher kann ich dir sogar wärmstens empfehlen.

In diesem Artikel erfährst du,

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    • wie du auch als Sportler achtsam deinen Alltag leben kannst.
    • welche 8 Vorteile für dich als Sportler darin liegen
    • warum es nie zu spät ist, damit anzufangen, achtsam zu leben

    Stress und Überforderung als Status quo

    “Das hat nichts damit zu tun, achtsam zu sein. Garantiert nicht!!!“

    Anscheinend sind wir draufgekommen, dass es für uns nicht so weiter gehen kann. Das Leben als Sportler ist stressig, keine Frage. Egal ob und welche Tätigkeit du daneben noch ausführst. Ob du noch zur Schule gehst, studierst, arbeitest oder eine Mischung aus mehreren Dingen machst, dieser Alltag ist irre anstrengend (wenn ich das so sagen darf). Wir haben hunderte Sachen im Kopf und möchten dann noch im Training alles geben können und gleichzeitig mit 100% im Hier und Jetzt sein?

    Dennoch braucht unser Geist, genauso wie unser Körper, gewisse Ruhephasen, in denen er sich erholen kann.

    Style up your life

    Und die Antwort lautet im Stylelife-Deutsch: Achtsamkeit. Klingt toll, nicht wahr?
    Das klingt nach etwas wirklich Außergewöhnlichem. Nach einer neuen Methode speziell für Manager mit Achtsamkeit-Checks, „Achtsam sein“-Peergroups, „Achtsam sein“-Zielsetzung und, und, und.

    Eben allem was unsere auf Ergebnis fokussierte Welt zu bieten hat. Achtsamkeit hat aber wenig damit zu tun. Achtsam zu sein, bedeutet nicht, zumindest in meiner Definition, genau auf die Uhr zu schauen und nach 10 Minuten zu sagen:

    „Okay fertig, check. Das kann ich von meiner To-do-Liste streichen. Nächste Aufgabe.“

    Was achtsam es sein sollte:

    Es bedeutet ganz einfach sich dem Moment hinzugeben und zu versuchen möglichst lange, möglichst intensiv den Moment zu leben. Klingt doch ein bisschen eso, oder?

    Achtsam zu agieren beinhaltet aber auch, den Moment zu genießen und alle anderen Dinge auszuschalten. Das kann für dich als Sportler zwischen Sieg und Niederlage entscheiden. Stelle dir einfach vor, du stehst am Start und deine Gedanken fliegen umher, du bist unkonzentriert , dein Herz rast und du wirst mit jeder Minute panischer.

    Und da ist schon der Startschuss… „Was für ein mieser Start denkst du dir, völlig verschlafen und die Spirale dreht sich weiter. Noch ein Fehler, so ein…“ und am Ende bist du unzufrieden mit dir selbst und musst dir eingestehen, dass mehr drinnen gewesen wäre.

    Achtsam sein als Sportler

    Dennoch gibt es diesbezüglich zwei Denkfehler, die ich dir kurz erläutern möchte:

    Denkfehler #1: Es wäre mehr möglich gewesen
    Stimmt so einfach nicht. Denn wenn du nicht konzentriert bist, wenn der Startschuss erfolgt, ist einfach nicht mehr möglich. In vielen Sportarten hast du nicht ewig Zeit hineinzukommen und dich zuerst mal wieder zu sammeln. Du musst liefern, im Hier und Jetzt sein und dich zu 100% fokussieren, das bedeutet es achtsam als Sportler zu sein.

    Doch genau das ist gar nicht möglich. Wie solltest du denn deine Bestleistung abrufen können, wenn du nicht vollkommen konzentriert bist? Wird schwierig werden, oder?

    Denkfehler #2: Du lässt die Spirale sich weiter drehen
    Es gibt die New-Thoughts Movement Theorie, die im populär-pseudo-wissenschaftlichen ( geiles Wort) Bereich anzusiedeln ist. Sie geht davon aus, dass wir Menschen über unsere Gedanken Dinge anziehen können, egal ob wir das wollen oder nicht.

    Bist du nicht vollkommen fokussiert, dreht sich die Gendankenspirale einfach weiter. Du denkst während des Rennens an den Start zurück und ziehst damit negative Dinge an. Du kritisierst immer wieder jeden kleinen Fehler, jede Abweichung vom Ideal. Auch das hindert dich daran achtsam als Sportler zu agieren und deine Bestleistung abrufen zu können.

    So jetzt aber doch zu den 8 Vorteilen, die du als Sportler davon hast, wenn du dich in Achtsamkeit übst.

    8 Vorteile eines achtsamen Sportlers

    deine Vorteile

    Achtsamkeit ist ein mächtiges Werkzeug um dich als Sportler weiterzuentwickeln. Achtsam sein, kann dich im Sport in deinem Wettkampf unterstützten, aber dein Leben auch in vielen Bereichen für dich verbessern.

    1. Konzentration verbessern

    Deine Konzentration zu verbessern, kann dir einen neuen Schub für deine nächsten Wettkämpfe bringen. Stell dir vor, du stehst, um das Beispiel von oben nochmals aufzugreifen, an der Startlinie und bist völlig im Hier und Jetzt! Was würde sich für dich verändern, was wäre anders für dich?
    Du trainierst deine Konzentrationsfähigkeit gleich mit, wenn du Achtsamkeit übst.

    2. Disziplin

    In den meisten Sportarten ist Disziplin eine der größten Stärken, die ein Weltklasseathlet mitbringen muss um nach ganz oben, auf die oberste Treppe zu kommen.
    Achtsame Sportler trainieren Disziplin aber auf mehrere Art und Weise. Um deine Achtsamkeit zu trainieren brauchst du Zeit. Nicht jeden Tag und nicht Stunden pro Tag. Aber es geht um Regelmäßigkeit. Für den Start habe ich mir zum Beispiel jeden Tag fünf Minuten eingeplant.
    Die habe ich immer wieder durchgezogen, ohne eine Einheit ausfallen zu lassen. Wenn ich meine Achtsamkeit trainieren möchte, drehe ich mein Handy ab oder in den Flugmodus. Das alles mache ich immer, damit ich nicht gestört werde.

    3. Weniger Stress

    Erwiesenermaßen haben achtsame Menschen weniger Stress und können damit besser umgehen. Stress erzeugt Stresshormone in dir, die dich in einen höheren Energiezustand versetzen. Es ist aber mindestens genauso wichtig, dass du lernst im Wettkampf und zwischen den Einheiten Stress reduzieren zu können.

    4. Nur ein Schritt zum Flow

    Der Flow-Zustand ist der Zustand, den du während deiner Bestleistung abrufen kannst. Der Flowzustand ist ein Zustand des totalen Aufgehens in der Tätigkeit und der vollkommenen Konzentration. Achtsam sein, ist nur einen Schritt davon. Mit der Zeit wirst du lernen dich viel schneller in einen konzentrierten Zustand zu versetzen und mit fortlaufendem Training es einfacher wird für dich, dass du dich in den Flow-Zustand versetzen kannst.

    5. Negative Emotionen besser

    Negative Emotionen können dich im Wettkampf und im Training hemmen. Stell dir sowohl du bist frustriert, genervt und am Ende glaubst du, dass du dann noch deine Bestleistung abrufen kannst. Achtsame Sportlern lernen mit der Zeit, Gefühle zu kontrollieren und sich einer Sache vollkommen zu widmen.

    6. Gedanken kontrollieren

    Achtsame Sportler sind in ihrem Tun vollkommen im Hier und Jetzt. Sie denken nicht an andere Dinge, sondern können ihre Gedanken kontrollieren.
    Die Gedanken kontrollieren zu können, hilft dir im Wettkampf dich vollkommen auf deinen Kampf, deinen Start fokussieren zu können, Achtsamkeit hilft dir aber auch im in Technikeinheiten, in denen du dich auf ganz spezielle Bereiche konzentrieren kannst und auch wenn es mal nicht so läuft keine negative Stimmung aufkommen zu lassen.

    7. Auch mal ziellos sein

    Du willst eine Medaille, willst Bestzeiten und ganz oben stehen. Du hast eine Vision von dir und dem, was du erreichen willst. Eigentlich perfekt! Eigentlich!
    Aber irgendwann kann dich dieses Denken auch ziemlich behindern und dir alles streitig machen. Achtsam zu sein bedeutet, auch einmal ohne Ziel einfach mal loszumarschieren oder dich einmal in den Park zu setzen und den Wolken beim Vorüberziehen zuzuschauen.
    Einfach mal nur tun ohne großes Ziel, wird dir Druck nehmen und deiner Seele gut tun.

    8. Ein Gespür für Gegner kriegen

    Wir müssen unsere Gegner als Sportler einschätzen können. Wir müssen sie lesen können, Blicke und Körpersprache richtig einordnen und deuten können. Muhammed Ali hat seinen Konkurrenten jedes Mal so lange in die Augen gestarrt, bis sie weggesehen haben. Danach wusste er, dass sie Angst haben.
    Als achtsamer Sporter wirst du merken, dass du in schwierigen Situationen ruhiger bist und, weil du deine Wahrnehmung schärfst, Gegner besser lesen kannst.

    Das waren sie also, die 8 Vorteile, die du davon hast, wenn du dich in Achtsamkeit trainierst. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage: achtsame Sportler sind erfolgreicher und können ihre Leistung besser abrufen.

    Die Zukunft

    Übe dich darin, ein solcher achtsamer Sportler zu werden.

    „Aus großer Kraft, entsteht große Leistung.“

    Im nächsten Artikel zeige ich dir, wie ich damit begonnen habe. Ich möchte aber keine Challenge daraus machen. Das wäre der falsche Weg, einfach deswegen, weil es damit wieder um den Leistungsgedanken gehen würde. Das ist nicht das, was ich unter Achtsamkeit und achtsam sein verstehe. Ich werde dir dennoch eine Schritt-für-Schritt Anleitung mitgeben, die du ebenso wie ich ausprobieren kannst.

    Außerdem werde ich dich über meine Entwicklung in einem Artikel am Laufenden halten, denn (ja ich habe mir ein Ziel gesetzt) ich will herausfinden, wie (sehr) sich das Leben verändert, wenn ich achtsam agiere und mich darin übe.

    Dein Wettkampfsportmentaltrainer,

    Mentale Stärke im Wettkampf
    Muhammed Ali

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