Achtsamkeit: Die Kunst völlig im Hier und Jetzt zu sein

Achtsamkeit: Entspannung entsteht im Kopf

Nach diesem Artikel wirst du wissen, was Achtsamkeit bedeutet und wie du zu einem achtsamen Sportler werden kannst. Du wirst wissen, wie sie dich dabei unterstützen kann deine Bestleistung im Wettkampf abrufen zu können und wie du sie trainieren musst.

Im darauf folgenden Artikel werde ich dir Tipps für dein Achtsamkeitstraining mitgeben und dir zeigen, wie du dich darin trainieren kannst, sowohl im Alltag als auch im Training.

Let’s get started!!!

Das Video hier ist ein wirklich sehr interessanter TED-Talk zu Thema „The mindful athlete“ also darüber wie du als Sportler achtsam sein kannst und wie du Achtsamkeit trainieren kannst.

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    Was ist Achtsamkeit?

    Die Grundidee der Achtsamkeit besteht darin, dass Entspannung und die Kunst sich auf eine Sache zu konzentrieren im Kopf entsteht.

    Unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Menschen, die eine 60-70 Stunden Arbeitswoche haben, gestresste Manager, die ihre Mitarbeiter anschreien, weil sie selbst Druck von oben haben und Pokemon Go-Süchtige, die auf der Suche nach dem stärksten Pokemon mit dem Handy in der Hand wie Zombies durch die Stadt laufen, ohne aufzuschauen. Sofort habe ich da zwei Dinge im Sinn, erstens den Song „It’s a mad, mad world“ und zweitens die Serie Walking Dead.

    Doch wie ist das bei uns Sportlern. Wir hetzen vom Training, zur Arbeit, von einem Termin zum nächsten, müssen Flüge buchen, Wettkämpfe einplanen, Trainingstagebücher schreiben und und und….Da bleibt wenig Zeit.

    Doch was hat das alles mit Achtsamkeit zu tun?

    Ein kleiner Test. Weißt du wie dir der Kaffee am Morgen geschmeckt hat? Für mich ist das jetzt leicht, denn ich habe eine Tasse neben mir stehen, aber kannst du dich noch daran erinnern, wie sich der erste Schluck angefühlt hat?

    Bereits in der früh geht unser Autopilot an. Beim Frühstück denken wir bereits, was wir heute alles zu tun haben, welche Trainingseinheiten heute am Programm stehen und was wir sonst noch zu tun haben. Während des Trainings hören wir Musik, sehen fern, lesen die neuersten Feeds auf Facebook oder spielen Pokemon Go (ehrlich habe ich schon erlebt)

    Das Ziel von Achtsamkeit ist es, mehr im Hier und Jetzt zu sein und nicht in der Vergangenheit zu schwelgen oder über die Zukunft zu grübeln.
    Der erste Schritt sieht vor den Autopiloten auszuschalten, oder zumindest sich dessen einmal bewusst zu werden und so sich des Gedankenstrudels zu entziehen oder ihn zu durchbrechen.

    Gedanken sind eine Bitch

    …so schnell wie die immer wieder verfliegen…

    Ich weiß noch sehr gut, wie mich meine Coachin dazu anhielt mich einmal ins Gras in Wien zu legen und einfach einmal nichts zu tun und wenig zu denken.
    Das war in der Zeit nach meiner verpassten Olympiaquali. Meine Gedanken war düster und fahrig, noch dazu bin ich ein Mensch, der gerne viele Dinge auf einmal macht und wenig schläft um alles unter einen Hut zu bringen.

    Ich weiß noch genau, welche Gedanken ich hatte als ich auf der Decke saß und meinen Blick schweifen ließ. „Mache ich das richtig?“ „Was soll das Ganze?“ „Ich muss heute noch einen Blogartikel verfassen und das Training für nächste Woche planen.“
    Und ständig erwischte ich mich beim Gedanken, was „der ganze Scheiß hier eigentlich soll.“

    Was soll mir das als Sportler bringen? Ich will im Wettkampf meine Bestleistung abrufen können und ich will wissen wie ich den Flowzustand einfach erzeugen kann und nicht hier im Gras untätig herumsitzen. Das ist so gar nicht mein Ding.

    Doch mit der Zeit merkte ich wie sich mein Blick veränderte, meine Gedanken ruhiger wurden und sich irgendwas in mir veränderte.

    Was war gerade geschehen?

    Ich hatte mich herunter gedrosselt und dadurch, dass ich meinen Blick auf nichts besonderes richtete, also darauf wie sich die Bäume im Wind bewegten, wie ein Vogel vorbeiflog oder wie sich das Gras unter meiner Handfläche anfühlte meine Gedanken zum Verstummen gebracht.

    Ich fühle mich das erste Mal seit Monaten entspannt und nicht gestresst, es fühlte sich völlig anders an, nicht ständig aufs Handy zu schauen, weil irgendeine Nachricht aufpoppte oder an unwichtige Dinge zu denken, die in diesem Moment nicht wichtig sind.

    Wie kann dich Achtsamkeit als Sportler unterstützen?

    Sportmentaltraining ist weit mehr als das Visualisieren von Techniken. Immer mehr Athleten angefangen von den Seattle Seahawks bis hin zu Olympiastarterin im Snowboarden Gretchen Bleiler trainieren sich in Achtsamkeit mit Yoga, Meditation, Entspannungsübungen und Achtsamkeitstraining, so wie ich das oben tat.

    “If you change the overall mental mindset, you can see results faster,” -Trevor Moawad a leading Mental Conditioning Coach

    Wenn du dich vor einem wichtigen Wettkampf befindest, beginnt dein Herz möglicherweise schneller zu schlagen, deine Hände werden feucht und du bekommst einen Adrenalinstoß der dich in einen Erregungszustand versetzt.

    Du hast vielleicht Schmetterlinge im Bauch und immer wieder werden dir Gedanken kommen, ob du den Wettkampf gut oder schlecht beenden wirst. Du denkst darüber nach, ob du deine Ziele erreichen wirst und ob du dich gut genug darauf vorbereitet hast.

    Doch was denkst du, wenn deine Zehe die Startlinie berührt? Welche Gedanken hast du genau in diesem Moment? Denkst du an dein Training, oder denkst du daran, dass es jetzt wirklich um etwas geht?
    Denkst du an deinen Gegner oder bist du völlig im Hier und Jetzt.

    Als Sportler im Hier und Jetzt sein

    “When our brains get caught up in thoughts from the past…or thoughts of the future…it creates a stress response, and we can’t use the part of the brain that keeps us engaged in the moment,” says Dr. Kristen Race, Ph.D“

    Als Sportler kannst du deine Bestleistung unter Stress normalerweise nicht abrufen. Verstehe mich bitte nicht falsch, ich meine nicht damit, dass du lethargisch zu einem Wettkampf gehen sollst und dort unaufgewärmt an den Start gehst. Es ist aber dennoch so, dass diese Gedanken dich deinen Fokus verlieren lassen und dich davon abhalten gute Entscheidungen zu treffen und auftretende Probleme  lösen zu können.

    Achtsamkeit unterstützt dich dabei deinen Fokus besser behalten zu können und lehrt dich in steuern zu lernen. Achtsamkeitstraining für Sportler zieht darauf ab, den Stresspegel in eine moderaten Zustand zu halten in dem du dich bestmöglich auf deine Aufgabe und deine Performance konzentrieren kannst. Dies macht dich resistenter gegenüber negativen Gedanken, Abschweifungen, Furcht und Einflüssen von außen.

    Aller Anfang ist aber schwer, das weiß ich. Besonders wenn es sich um so ein komplexes Thema wie Achtsamkeit dreht. Jeder kann es, aber wir haben es irgendwie verlernt. Jeder hält sich für eine multi-tasking fähige Person, anstatt wenige Dinge wirklich gut zu machen.

    Um dir den Einsteig so einfach und unkompliziert wie möglich zu machen, habe ich mir etwas überlegt für dich.
    Beantworte dir folgende Fragen und werde dir deiner Gedanken mal so richtig bewusst.

    Welche Gedanken kommen dir während des Trainings? Was denkst du wenn du Kniebeugen machst, bankdrückst oder läufst?
    Denkst du nicht auch zumindest immer wieder an etwas völlig anderes. Werde dir der Gedanken bewusst und schreibe sie auf.

    Nächste Woche geht es weiter.

    Dein Wettkampfsportmentaltrainer,

    Unterschrift

    Muhammed Ali

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