Achtsamkeit: So geht’s auch als Sportler

Achtsamkeit auch für Sportler

Achtsamkeit:

Die nächsten drei bis vier Wochen, werde ich dem Thema „Achtsamkeit und Sport“ widmen!
Warum das?
Weil ich glaube, dass Achtsamkeitstraining eine sehr einfache Sache ist und dich schneller an dein Ziel bringt. Weil du erstens damit leistungsfähiger wirst und zweitens auch noch schneller reagieren und geistig regenerieren kannst.

Ich möchte dem nächsten Artikel nicht viel vorgreifen, weil ich in diesem dann genau erzählen werde, was Achtsamkeitstraining für Sportler bedeutet und wie du es bestmöglich einsetzen kannst, aber ich glaube es ist dennoch hilfreich, dir kurz eine Definition von Achtsamkeit zu geben.

Achtsamkeit ist die beabsichtigte Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Gegenwart d.h. auf den aktuellen Moment, auf die gegenwärtige Erfahrung. Achtsamkeit bedeutet das bewusste Beobachten, wobei die Beobachtung aus einer bestimmten Haltung heraus erfolgt.

http://www.achtsamleben.at/definition/

Achtsamer leben, ruhiger bleiben wenn es schwierig wird, das wäre auch für Sportler hilfreich.

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    Stell dir vor, du bist im Wettkampf, dein Herz pocht, du atmest flach und schwitzt. Du spürst den Stress in dir.
    Du weißt genau, dass es jetzt zählt und dass du jetzt liefern musst. Jetzt ist der Moment, jetzt. Stress pur!

    Wenn Sportler lernen, wie sie ihr Bewusstsein steuern können und sowohl ihren Körper als auch die Funktionsweise ihres Gehirns verändern können, sind sie weniger anfällig für Stress. Es gibt dazu eine Studie, die ich euch nicht vorenthalten möchte, weil ich glaube, dass in Achtsamkeit auch für Sportler ein riesiges Potential liegt. Und dieses Potential ein weiterer Stein in deinem Mosaik sein kann, das letztendlich dich zum Sieg führt.

    Die Studie, die vor kurzem im Behavioral Neuroscience veröffentlicht wurde, hatte seine ungewöhnlichen Ursprung direkt am Starttor eines der Top-Fahrer für die nationale BMX-Nationalmannschaft der USA.

    Als der Amerikanische Nationaltrainer gefragt wurde, wie er seine Fahrer die Angst und psychischen Strapazen des Wettbewerbs nehmen würde, um bessere Ergebnisse zu erzielen wandte er sich an die Universität von California

    Die Studie:

    Kurz zuvor hatten diese Wissenschaftler ein Brain-Imaging-Studie an Marines abgeschlossen, bei denen sie Gehirnscans an Soldaten durchführten, während sie die Marines, die normalerweise sowohl hohe körperliche als auch psychische Belastungen aushalten können, sehr hohen körperlichen Stress aussetzen.

    Die Marines musste Masken tragen, die ihnen das Atmen massiv erschwerten und so zusätzlichen Stress ausgesetzt wurden.
    Die Soldaten gaben in den folgenden Interviews an, dass sie das Gefühl hatten zu ersticken und keine Lust zu bekommen. Scans der Gehirne der Marines zeigten ein ähnliches Bild. Die Gehirnareale, die für das Überleben zuständig sind, waren aktiviert worden. Auch wenn es sich um künstlich hervorgerufen Stress handelt und die Soldaten dies wussten, wurden trotzdem jene Areale aktiviert und schütteten Stresshormone aus, wie in einem Überlebenskampf.

    Phase II der Studie befasste sich mit Achtsamkeitsübungen, die die Marines ausüben mussten. Ihnen wurden Übungen für Achtsamkeit beigebracht und während der Übungen und danach wurden abermals Gehirnscans durchgeführt.
    Die Gehirnaktivitäten der Soldaten reagierten unterschiedlich auf das folgende Training. Ziel der Studie war herauszufinden, welche Übungen welchen Einfluss auf die Leistung der Soldaten hatten und welche positiven Aspekte sich diese Stressregulation auf die Angst während einer Stresssituation und den Stresspegel auswirkten.

    Die Wissenschaftler wollen feststellen, ob diese Stressregulation mit Hilfe des Programms mit Achtsamkeitsübungen auch den Fahrern des Amerikanischen BMX-Teams helfen könnte, besser mit Stress während des Wettkampfes umzugehen.

    Achtsamkeitstraining BMX

    Das wurde an Sportlern gemessen:

    Leistungssportler können während eines Wettkampfes ähnliche hohe Stresspegel erreichen, wie Soldaten im Kampf.
    Ein Wettkampf kann für unser Gehirn als Stress pur bedeuten.

    Die Wissenschaftler haben sich deshalb gefragt, ob konzentriertes Achtsamkeitstraining ebenfalls die Gehirnaktivität der Athleten ändern könnte und möglicherweise helfen, sie besser in Stresssituationen wie etwa Wettkämpfen regulieren zu können.

    Um zu testen, wie gut die Athleten stressbedingten Signale aufnehmen, wurden auch sie, ähnlich den Marines mit Masken ausgestattet, die ihnen das Atmen erheblich erschwerten und Stress induzierten.
    Die Fahrer wurden in einen Scanner gelegt, während sie die Maske aufhatten. An die Decke des Scanners wurden Bilder aus ihren Fahrten, abwechselnd mit Farben, eingespielt.
    Bei der Farbe gelb wurde meistens, aber auch nicht immer, die Sauerzufuhr kurz gekappt, sodass das Atmen sehr schwierig wurde
    Die BMX-Fahrer assoziierten schnell gelb mit Gefahr, auch wenn es einmal nicht dazu kam. Gelb war auf wenig Sauerstoff geankert worden.

    Danach absolvierten die Athleten sieben Wochen ein Achtsamkeitstraining, indem sie trainierten sich stark auf ihren Körper zu fokussieren und sich nicht von Lärm oder Störungen um sie herum irritieren zu lassen.

    Diese Übungen führten sie durch:

    Während der Scans sollten sie sich gezielt nur auf eine Muskelgruppe konzentrieren, ihre Spannung wahrnehmen, sich in diese Körperregion hineinfühlen.
    In den sieben Wochen des Achtsamkeitstrainings sollten sie auch teilweise durch Strohhalme atmen oder ihre Hände in Eiswasser eintauchen. Das alles um sich schnellstmöglich auf veränderte Zustände fokussieren und einstellen zu können. Ebenso ging es vor allem auch darum, den Körper zu sensibilisieren und so auch das Gehirn auf schnelle Veränderungen zu trainieren.

    Das taktische Training:

    Die Wissenschaftler bezeichneten das Training nicht als Achtsamkeitstraining, weil ihre ersten Probanden darauf mit negativer Stimmung reagieren sondern „taktische Ausbildung“.

    Nach 8 Wochen „taktischem Trainings“ wurden die BMX-Fahrer abermals mit Bildern im Gehirnscanner konfrontiert. Dieses Mal war die Menge der Bilder aber um ein Vielfaches höher, um die Sportler mit einem Überfluss an Reizen zu konfrontieren.

    Die Ergebnisse der Studie und was das für dich bedeutet:

    Wenn die Farbe gelb erschien, zeigten die Athleten eine erhöhte Aktivität in einem Teil des Gehirns das daran beteiligt ist, Menschen für zukünftige Ereignisse zu motivieren und zu aktivieren und gleichzeitig die Aufmerksamkeit zu steuern.
    Das 8-wöchige Achtsamkeitsprogramm aber verlangsamte den Fluss zwischen den
    Teil des Gehirns und dem, das für abrupte Erhöhung der körperlichen Erregung zuständig ist.

    Frei interpretiert, kann dir Achtsamkeitstraining dabei helfen, dass du lernst, dich besser auf nur eine Sache u konzentrieren. Das würde dir im Wettkampf helfen, vor allem auch deswegen, weil du dich damit nicht auf andere Dinge konzentrierst sondern stattdessen vollkommen im Tun bist.

    Es beutetet aber auch, dass du damit die Nachrichtenleitung verlangsamen kannst, die dich normalerweise schnell in einen Zustand versetzt, in dem du körperlich stark erregt bist und deshalb nicht so leistungsfähig bist, wie du es müsstest.

    Im nächsten Artikel zeige ich dir dann was Achtsamkeitstraining für Sportler genau ist und wie du es bestmöglich in deinen Trainingsalltag integrieren kannst.

    Sport ist Kopfsache!
    Dein,
    Unterschrift
    Muhammed Ali

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