Gastartikel: Der Weg zum Erfolg ist keine Rolltreppe

Heute ist wieder so ein Tag.

Der Himmel ist grau. Der leichte Nieselregen, den mir der Wind ins Gesicht bläst, lässt mich erzittern.

Soll ich heute wirklich trainieren? Morgen ist doch auch noch ein Tag, oder?

Natürlich trainierst du heute! Darüber denkst du gar nicht erst nach, denn dein Training hast du zu einem festen Ritual in meinem Leben gemacht und dein Ziel klar vor Augen.

Dieses Ziel, dein persönlicher Erfolg, motiviert dich raus zu gehen, anzupacken, egal ob es stürmt oder schneit!

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    Das warum macht den Unterschied

    Für jeden Sportler ist es wichtig sein „warum“ zu kennen. Es motiviert uns weiterzumachen, durchzuhalten. Auch wenn es mal Rückschläge gibt und die gibt es auf dem Weg zum Erfolg fast immer.

    In der Motivationspsychologie unterscheidet man zwei Arten von Motivation: Schmerzvermeidung und Lustgewinn.

    Schmerzvermeidung ist die stärkere Motivation. Sie schützt uns vor Gefahren und Schmerzen. Das einfachste Beispiel ist die heiße Herdplatte. Wer einmal darauf gefasst hat, wir es nicht nochmal tun, da das mit Schmerzen verbunden ist. So schützt uns unsere Psyche vor seelischen und körperlichen Schmerzen.

    Lustgewinn erfahren wir, in dem wir Ziele erreichen.

    Leider ist der Lustgewinn aber nur kurzfristig. Das Hochgefühl eines Sieg ist zwar enorm, aber verfliegt nach kurzer Zeit bereits wieder. Der Weg ist das Ziel um dauerhaft Spaß an einer Sache zu haben.

    Man geht heute davon aus, dass man eine Tätigkeit 10.000 Mal erfolgreich wiederholen muss, um es zur Perfektion, zu wahrer Meisterschaft zu bringen.
    Talent alleine hilft also nichts. Es lässt uns nur die Wiederholungen leichter erscheinen. Doch auch der talentierteste Sportler muss hart arbeiten, sich selbst immer wieder motivieren, um sein Training durchzuziehen und die 10.000 und mehr Wiederholungen zu erreichen.

    Im Erfolgscoaching gibt es die Regel: „erfolgreiche Menschen sind bereit Dinge zu tun, die andere nie tun würden“.

    Doch warum können Sie das?

    Weil sie ihr warum kennen!

    Sie wissen, was sie motiviert, sie kennen ihr großes Ziel, ihre Vision ganz genau. Sie sind sich einfach bewusst, dass sie es nur erreichen, wenn sie bereit sind, Höchstleistungen zu erbringen, härter dafür zu arbeiten als anderen, Wege zu gehen, die anderen zu steinig erscheinen. Raus aus der eigene Komfort-Zone!

    Rückschläge gehören dazu

    Als Wettkampf-orientierter Sportler wirst du wahrscheinlich auch Rückschläge erleben oder schon erlebt haben. Eine Meisterschaft, bei der du dein Potential noch nicht voll abrufen konntest, ein Wettkampf, bei dem ein anderer Sportler einfach einen Tick besser war an dem Tag.

    Das beste, was du dann tun kannst, ist: „hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter!“

    „You have three possibilities in life: give up, give in or give it all.“

    Um dafür immer wieder die Kraft zu haben, bis du ganz oben auf der letzten Stufe des Erfolgs angekommen bist, musst du dein „warum“ kennen. Denn sonst kommt irgendwann der Tag, an dem liegen bleiben einfacher erscheint, also wieder aufzustehen.

    3 Wege zur Selbstmotivation

    Damit du gleich in die Umsetzung kommst, hier 3 konkrete Methoden um deine Selbstmotivation hoch zu halten oder zu steigern.

    1. Rosa Elefant

    Ich möchte dich zu einem kleinen Experiment einladen: schliesse bitte kurz deine Augen und denke jetzt bitte NICHT an einen kleinen, rosa Elefanten mit einer Schleife um den Hals und Ohren so groß wie Tragflächen. Bitte denke also NICHT an den rosa Elefanten.

    Und, ist es dir gelungen? Hast du den rosa Elefanten NICHT gesehen?

    Wahrscheinlich hast du ihn dir doch vor deinem geistigen Auge vorgestellt. Aber keine Sorge, das ist völlig normal. Denn unser Unterbewusstsein überhört im wahrsten Sinne des Wortes „nicht“ und „kein“. Erst unser Verstand negiert die Aussage dann, doch da ist das Bild ja zunächst schon in uns aufgestiegen.

    Vielleicht kennst du das aus deiner Sportart auch: beim Bogenschiessen bedeutet ein „hoffentlich geht der Pfeil nicht daneben“ für das Unterbewusstsein das selbe wie „hoffentlich geht der Pfeil daneben“. Und unser Unterbewusstsein versucht immer unser Erwartungen zu erfüllen.

    Du kannst dieses Wissen jetzt dazu nutzen, dich selbst dazu zu trainieren bewusst positive Formulierungen zu denken. So wird aus dem Satz oben zum Beispiel „der Pfeil trifft genau mein Ziel“.

    Diese Sätze nennt man Affirmationen und sie steigern durch ihre positive Ausrichtung langfristig deine Motivation.

    Sportmentalblog

    2. Das Bad der Götter

    Wenn du mal einen richtig schlechten Tag hast, du so etwas von überhaupt nicht motiviert bist um zu trainieren, dann musst du dich förmlich dazu zwingen, weiter zu machen.

    Diese Entscheidung kostet dich Willenskraft. Das Wort Willens-Kraft enthält ja das Wort „Kraft“. Und wir wissen natürlich, dass wir unsere Körperkraft durch gezieltes Training steigern können. Das geht mit Willenskraft ganz genau so.

    Eine Trainingsmethode ist das „Bad der Götter“.

    Entscheide dich die nächsten 7 Tage dafür morgen nur mit kaltem Wasser zu duschen. Natürlich ist das auch sehr erfrischend, aber vor allem kostet es die meisten Menschen eine ganze Menge an Überwindung.Schaffst du es, zeigst du dir selbst, dass du die mentale Stärke hast, deine Komfort-Zone zu verlassen.

    Damit hast du dir dann selbst bewiesen, dass du eine der wesentlichsten Fähigkeiten erfolgreicher Menschen hast, ganz grundsätzlich, egal wie es in deiner Sportart gerade läuft. Denn wie willst du dort Höchstleistungen bringen, das letzte Quentchen noch aus dir herausholen, wenn ein wenig kaltes Wasser dich schon zurückhält?

    3. Finde dein „warum“

    Du hast ja schon gelesen, dass das „warum“ den entscheidenden Unterschied zwischen durchhalten und aufgeben ausmacht.

    Dein eigenes „warum“ zu kennen ist also der Schlüssel für Höchstleistungen.

    Um es wirklich in der Tiefe zu ergründen, hilft dir ein Coaching mit einem Mentaltrainer am effektivsten.

    Um selbst zu beginnen, gibt es mit der Methode von Alex Fischer, einem sehr erfolgreichen Immobilieninvestor, ein einfaches Werkzeug. Sie funktioniert auch hervorragend für Sportler.

    Erstelle dazu als erstes einer Liste mit zwei Spalten und schreibe in die linke Spalte untereinander die Dinge, die du nicht magst.

    Fange damit an, dir eine Situation im Wettkampf vorzustellen. Schreibe zum Beispiel auf „ich mag es nicht, wenn andere besser sind als ich“. Gehe wirklich alles in Gedanken durch und schreib alles auf, was du nicht magst oder sogar hasst.

    Dann stelle dir dein Training vor und schreibe wieder alles auf, was du nicht magst. Dann in deinem beruflichen Umfeld, in deinem Privatleben und dann an dir selbst.

    Lass dir für diese Liste Zeit, ruhig mehrere Tage oder Wochen, bis du dir sicher bist, wirklich alles auf der Liste zu haben.

    Im nächsten Schritt gehst du Punkt für Punkt durch und stellst dir vor, was das Gegenteil davon ist. Nicht nur die Worten umdrehen, sondern in der Bedeutung. So würde aus dem Satz oben zum Beispiel „ich mag es, besser zu sein als andere“ und im nächsten Schritt vielleicht sogar „ich liebe die Aufmerksamkeit, die ich bekomme, wenn ich der Gewinner bin“. Das ist natürlich nur ein Beispiel.

    Wenn du das für alle Punkte auf deiner Liste durchziehst, hast du auf der rechten Seite deiner Liste schon fast dein „warum“ stehen. Gehe auch diese Liste immer wieder durch und schau, ob die Formulierung für dich zu 100% passen.

    Versuche nun die rechte Seite, die Seite die du magst, zu verstärken und dir dieser Punkte bewusst zu sein. Dann lebst du dein „warum“ und ein Mangel an Motivation ist kein Thema mehr für dich.

    Fazit

    Ja, der Weg zum Erfolg ist keine Rolltreppe. Es geht nicht von alleine. Du musst Stufe für Stufe nehmen und ab und zu scheint die nächste Stufe ganz schön hoch. Wenn du dein „warum“ kennst, hast du die Motivation sie anzugehen. Dann bist du bereit Dinge zu leisten, zu denen andere nicht bereit sind und das ist eine der entscheidenden Eigenschaften erfolgreicher Menschen.

    Über Jean-Christoph von Oertzen

    Sportmentaltraining im Bogenschießen Jean-Christoph von Oertzen hat seit über 10 Jahre an Erfahrung im Bogensport und inzwischen über 1000 Teilnehmern in seinen Kursen gehabt.

    Er glaubt daran, dass der Bogen mehr ist als ein Sportgerät. Der Kontakt mit dem Bogen führt uns ganz zu uns selbst und lässt uns unsere bisher ungenutzten Potenziale in uns selbst entdecken. Er erlebte es auf Manager-Ebene: das Bogenschiessen rettete ihn vor dem Burn Out und der Sinnlosigkeit.

    Seine Balanced Mind Methode beim Bogenschiessen ermöglicht es besonders hochsensiblen Personen (HSP) mit den besonderen Herausforderungen dieser Veranlagung umzugehen.

    Darüber schreibt er auch in seinem Blog unter www.bogenblog.de

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