Gastartikel: Wie dich negative Glaubenssätze vom Siegen abhalten

Was sind eigentlich negative Glaubenssätze?

 
Negative Glaubenssätze sind Überzeugungen und Annahmen, die sich im Laufe der Zeit durch Erfahrungen oder Äußerungen anderer, bei Dir festgesetzt haben. („Auswärts spiel ich immer schlecht!“ , „Den ersten Ball muss ich sicher haben, sonst läuft das Spiel schlecht“, „Alle anderen sind eh besser als ich.“ , „Gegen XY hab ich schon immer schlecht gespielt.“…. oder auch kurzzeitige, wie „Heute ist nicht mein Tag!“) Du verstehst sicher, dass diese nicht förderlich für Dich sind!
 

Denn:

Diese Art Sätze halten Dich davon ab, erfolgreich zu spielen!
 
Manche bezeichnen sie auch als Motivationskiller…
Oftmals kann es sein, dass solche irrationalen Glaubenssätze durch den eigenen Zwang zum Perfektionismus entstanden sind („Ich muss perfekt sein, sonst…. meckert mein Vater, schreit mich mein Trainer an usw.). Oder durch Schwarz-Weiß Denken (entweder war mein Spiel super oder sch….).
 
Manchmal auch durch Äußerungen anderer, die im Spaß getätigt wurden und irgendwann unbewusst als Überzeugung übernommen wurden. („Ich bin ein Trainingsweltmeister.“, „Ich bin nur als Joker gut.“, „ Ich bin ein Spätzünder“, „Ich rege mich leicht auf.“,….)
 

Wie wirken sich solche negativen Glaubenssätze auf Deine Leistung aus?

Einerseits erwartest Du ja schon, dass dieses oder jenes passiert und es wieder nicht läuft. Das heißt, Dein Fokus liegt auf den falschen Dingen. Andererseits liegt Dein Fokus auf dem Resultat und den daraus folgenden, hier meist negativen, Konsequenzen. Du bewertest während des Spiels ständig Dich und Deine Leistung.
 
Anstelle einfach zu spielen und Spaß zu haben! Auf emotionaler Ebene spürst Du Frust, Angst, übermäßige Anspannung, Unfähigkeit…
 

Wie kannst Du solche negativen Glaubenssätze entdecken und beseitigen?

1.Fang an, darauf zu achten, was Du in bestimmten Situationen denkst oder von Dir gibst.
Du kannst auch Deine Eltern, Freunde, Mitspieler bitten, Dir zu sagen, wenn Du etwas Negatives loslässt.
 
2. Fang an zu verstehen, was negative Glaubenssätze mit Dir machen! Wie fühlst Du Dich dabei? Was genau fühlst Du? (Angst, übermäßige Anspannung, mangelnde Konzentration…) Wann treten diese Empfindungen auf? (Tag/Nacht vor dem Spiel, beim Aufwärmen, im Spiel…)
 
3. Schreibe den negativen Glaubenssatz auf und stelle Dir folgende 3 Fragen:
(z.B. „Ich muss perfekt spielen!“)
 

Diese drei Fragen solltest du dir bei deinen Glaubenssätzen stellen?

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Frage 1: Ist er wahr? (Ist es tatsächlich immer? Gibt es Situationen, in denen es anders war, also gut geklappt hat…)
Frage 2: Ist er logisch? (Macht es Sinn, nur weil es in der Vergangenheit so war, dass es künftig auch so ist oder kann ich etwas ändern?)
Frage 3: Hilft er mir? (Hilft mir der Glaubenssatz erfolgreich zu sein?)
 
4. Formuliere positive und produktivere Sätze zum jeweiligen Thema! (z.B. „Ich darf auch Fehler machen!“) Sprich diese mehrmals täglich zu Dir!
Wiederhole den Ablauf, mit jedem Glaubenssatz den Du bei Dir entdeckst!
 
Mit der Zeit wirst Du merken, dass diese ehemals negativen Gedanken an Kraft verlieren. Und je mehr Du Dich damit auseinandersetzt, desto mehr positive Glaubenssätze kannst Du entwickeln und Dein Selbstvertrauen Stück für Stück steigern!
Und vielleicht entdeckst Du ja bei einem Mitspieler oder bei Deinem Trainer auch welche…
 

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    zum Autor

    peter-kwapil
    Peter Kwapil unterstützt als Sportmentaltrainer auf seinem Blog Fußball Mentaltraining
    Fußballer darin bei einem Match ihr volles Potential abrufen zu können und sich aktiv weiterzuentwickeln.

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