Geht nicht gibt’s nicht

Das ist wohl so etwas wie eine Sportlerweisheit, dass es aufgeben einfach nicht gibt und „Ich kann nicht mehr.“ eigentlich „Ich will nicht mehr!“ bedeutet.

Die Idee für diesen Artikel kam mir heute im Fitnessstudio. Ich befinde mich gerade am Beginn der Vorbereitung auf die neue Saison im Fechten. Ganz am Anfang steht eine Mischung aus Kraftausdauer- und Ausdauereinheiten auf dem Programm, also habe ich mich trotz 35C heute zu einem neuen Einfall hinreißen lassen, weil ich glaube, dass der menschliche Körper und auch der Geist immer neue Reize benötigt um für alle Widrigkeiten gewappnet zu sein.

So weit so gut, dachte ich mir, also ab auf den Crosstrainer für 45min und danach sofort auf das Rudergerät.

Die Idee zu diesem Artikel kam mir dann in der 30 minütigen schweißtreibenden Einheit am Rudergerät. Ich dachte mir bereits nach wenigen Minuten, dass das ganze schon ziemlich anstrengend ist und ich nicht weiß, wie ich die Frequenz über 30 Minuten durchhalten solle; immerhin habe ich ja zu Beginn ziemlich Gas gegeben und den Puls hochgetrieben.

Nach wenigen Minuten war ich ziemlich platt und die Minuten schienen nicht mehr vergehen zu wollen.
Ich schaute auf die Uhr, 13 Minuten waren vergangen. „Noch immer mehr als die Hälfte. Das kann nicht wahr sein. Okay, mal schauen wie lange ich den Spaß noch kann.“
Also Augen zu und durch und weiter gerudert was das Zeug hält und danach wieder einen Blick auf die Uhr riskiert „14 Minuten! Oh Mann, das schaffe ich nicht, das ist mir jetzt bei der Hitze viel zu anstrengend.“

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    „Geht nicht, gibt’s nicht!“

    Ich versuchte mich irgendwie abzulenken und überlegte mir, was ich danach noch machen wollen würde. In meinem Geist stellte ich mir vor, wie ich danach noch etliche Sprünge absolvieren würde und einen Klimmzug nach dem anderen machen würde und einfach nicht müde werden würde.
    Diese Gedanken gaben mir kurzen Auftrieb und plötzlich hatte ich diesen Gedanken „Geht nicht gibt’s nicht.“

    Das wäre doch gelacht, wenn ich nicht locker diese 30 Minuten schaffen würde, immerhin sagt mein Trainer immer, dass wenn man glaubt, dass man gar nicht mehr kann noch viele Kraftreserven zur Verfügung hätte.
    Also gut, mein Ehrgeiz war geweckt. Ich wollte herausfinden, wo meine Grenzen liegen und spulte Minute um Minute ab. Natürlich kam ich immer mehr außer Atem, aber ich hatte kein Problem, die Zeit locker zu schaffen ohne dass ich danach vom Rudergerät fiel.

    Was kannst du aus meinem Erlebnis für deine Einstellung im Sport mitnehmen?

    1. Glaube

    Der Glaube ist alles. Wenn du glaubst, du schaffst es, wirst du es über kurz oder lang schaffen oder zumindest die Chance dazu bekommen, deine Träume zu verwirklichen. Du musst im Moment X dann nur bereit dafür sein alles loszulassen.

    Der Glaube an deine Fähigkeiten und deine Kraft kann sprichwörtlich Berge versetzen und Lawinen auslösen. Okay, das ist grundsätzlich ein alter Hut wirst du jetzt sagen und das kannst du auch in jedem andern Blog nachlesen, doch ich werde dir jetzt eine Übung mitgeben:

    Nimm einen Zettel und einen Stift zur Hand und schreibe dir deine 5 besten Eigenschaften und Talente beim Sport auf.
    Bist du besonders ehrgeizig, zielstrebig, erfolgshungrig, ausdauernd, taktisch gut ausgebildet, technisch stark oder ist dein Wille unglaublich groß ? Schreibe dir deine fünf besten Eigenschaften auf diesen Zettel. Du kannst, wenn du das auch möchtest dieser auch einer persönlichen Reihung unterziehen. Das ist aber nicht unbedingt notwendig.

    Der Glaube in die persönlichen Fähigkeiten hat aber noch einen weit größeren Vorteil für Sportler, er lässt sie am Ziel festhalten und weist ihnen den Weg dahin.

    Als Sportler wird es außerdem Rückschläge zu verkraften geben. Es wird Wettkämpfe geben, die nicht nach deinem Plan laufen, bei denen du einfach nicht gut warst, nicht dein Potential abrufen konntest.
    Du kannst dich in diesen Momenten des Frustes wieder auf deine Fähigkeiten besinnen und dir selbst sagen, dass es wieder bergauf gehen wird weil du deine Fähigkeiten kennst.

    2. Die Spirale

    „Ich kann das nicht.“
    „Ich bin nicht gut genug.“
    „Das schaffe ich nicht.“
    „Mein Ziel werde ich nie erreichen.“

    Kein Sportler ist vor diesen Gedanken gefeit. Jeder hat sie, auch wenn der eine damit vielleicht besser umgehen kann als der andere.

    Du kennst sicherlich diese Situationen, in denen dir diese Gedanken kommen. Oft sind sie vor einem wichtigen Wettkampf ; ich hatte sie vor meiner Weltmeisterschaft im Fechten oder vor einem Training, bei dem du glaubst dieses nicht schaffen zu können, oder einfach vor einem wichtigen Spiel oder Kampf.

    Negative Gedanken sind wie eine Spirale, die dich und deine Stimmung ins Negative ziehen. Du kannst dir das auch gerne als Schwarzes Loch vorstellen, aus dem du nur schwer rauskommst.

    Doch was kannst du tun, wenn diese Gedanken auftreten? Der erste Schritt ist, dass du es bemerkst. Du nimmst einfach wahr, dass du dich in dieser Spirale befindest. Du spürst, dass deine Brust enger wird, der Herzschlag stärker und schneller wird und du merkst bewusst welche Gedanken dir durch den Kopf gehen.
    Das Bewusstmachen ist der erste Schritt. In Schritt zwei gilt es diese Spirale zu durchbrechen. Das kannst du entweder tun indem du dir ein „STOPP“-Schild vorstellst und dir sagst „Nein, diese Gedanken übermannen mich nicht. Ich kenne meinen Stärken.“

    Oder du kannst dir auch einen Satz vorsagen, wie „Geht nicht, gibt’s nicht!“ Der dich wieder in deine positive Stimmung zurückholt. Ich habe mir während des Ruderns gedacht, dass das doch gelacht wäre, wenn ich da jetzt schlapp machen würde und dass das einfach nicht meine Art ist.

    Du fandest den Artikel interessant und ich konnte dir helfen deinen sportlichen Weg voranzutreiben?
    Schreibe mir doch als Kommentar oder als Mail, was du noch gerne über Sportmentaltraining wissen möchtest und ich werde dir in einer Form antworten.

    Ich möchte dir außerdem noch etwas raten.
    Bleib mir als Leser erhalten, wenn du deinen sportlichen Weg erfolgreich weitergehen willst. Ich relaunche gerade den Sportmentalblog und werde einiges verändern.

    Ich werde ab jetzt primär für Leistungssportler schreiben und Menschen, die den Traum haben Leistungssportler zu werden. Ich werde mehr Übungen und Gedanken aus dem Sportmentaltraining Preis geben und weniger darüber philosophieren wie man sich für Sport motivieren kann.
    Wenn du schon Mal vorab die ersten Infos zu beiden Themen haben möchtest, melde dich für meinen Newsletter an, da gibt’s auch noch den Mentalkurs, den es nach dem Relaunch nicht mehr geben wird, sondern der in einen kostenpflichtigen Kurs umgewandelt wird. Also schnell ranhalten.

    Erfolg ist Kopfsache!

    Dein,

    Unterschrift

    PS.: „A man with no imagination has no wings.“- Muhammed Ali

    6 Kommentare, sei der nächste!

    1. Hallo Johannes!

      Das ist ein super Artikel der belegt, dass man mit dem nötigen Willen Berge versetzen kann.

      Auch die Gedanken-Stopp-Technik ist toll, allerdings darf man nicht erwarten, dass sie von heute auf morgen gelingt. Es braucht Zeit das zu erlernen, aber wenn man es mal drauf hat ist es ein geniales Instrument.

      LG Thomas

    2. Sehe ich auch so. Klar, man kann nicht alles schaffen, zum Beispiel bei Olympia teilnehmen. Aber es geht doch viel mehr, als wir uns am Anfang jemals zugetraut hätten, wenn wir eine Weile auf ein Ziel hinarbeiten. Ging mir so im Triathlon beim 1. Ironman, der alle Erwartungen übertraf. Also immer dranbleiben und an sich glauben!

      1. Hey Marko,

        Freut mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast 😉
        Wie wichtig es ist, sich alles zuzutrauen ist im Sport und in der Wirtschaft denke ich sehr ähnlich. Nur wer sich wirklich traut, alles zu erreichen kann auch Großes schaffen.

        LG Johannes

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