Medaillen sind nicht aus Gold, Silber und Bronze

 

Olympische Flagge

Diesen Artikel schreibe ich aus einer ganz besonderen Motivation heraus. Ich habe heute beim Surfen auf Facebook einen interessanten Motivationsspruch gelesen, der mich zu diesem Artikel animiert hat.

Diesen Spruch habe ich auf der Facebook-Fanseite des Österreichischen Bobteams  Hengster gelesen und war von diesem Spruch hellauf begeistert.

„Medaillen sind eigentlich gar nicht aus Gold, Silber und Bronze gemacht Sie sind aus Schweiß, Entschlossenheit und einer seltenen Legierung namens Mumm gemacht.“

Ich möchte diesen Spruch etwas zerteilen und einzeln analysieren und mir zu jedem dieser drei Begriffe, also „Schweiß“, „Entschlossenheit“ und der seltenen Legierung „Mumm“ Gedanken machen.

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    Schweiß:

    Jeder weiß, dass es ohne harte Arbeit, es keinen Erfolg gibt. Ist das wirklich so? Bis vor wenigen Jahren war meine entschlossene Antwort „Ja“. Doch irgendwann hat mich einmal ein sehr weiser Mann gefragt: „Was ist, wenn du etwas auch ganz einfach erreichen kannst, ohne dass du dich dafür viel anstrengen musst. Ist es dann weniger wert?“ Ich war geschockt, verblüfft und verstört. Ich war immer davon überzeugt, dass ich hart und viel arbeiten muss um etwas zu erreichen. Doch diese Erschütterung meines Glaubenssatzes hat viel in mir bewegt. Heute kann ich auch einfache Aufgaben, oder solche die mir als einfach erscheinen, als „Geschenke“ dankbar annehmen.
    Doch Schweiß hat, denke ich, auch viel mit Leidenschaft, in diesem Kontext zu tun. Den Sport machst du freiwillig, keiner zwingt dich dazu.
    Du machst es aber trotzdem, weil  du für dich selbst einen Sinn darin siehst, weil du dich weiterentwickeln möchtest und besser in deiner Sportart sein möchtest, als bisher. Du hast also erfolgreich deinen Ökologie-Check mit dir durchgezogen und dir Ziele gesetzt.

    Dennoch wirst du sicherlich wissen, dass ohne harte Arbeit Erfolg kaum möglich sein wird. Sieger sind oft auch die Menschen, die am meisten aus sich herausgehen können, also ihre Komfortzone ständig ausweiten können. Ein einfaches Reiz-Reaktionsmodell, wenn du mich fragst.

    Mohammed Ali soll gesagt haben, dass er jede Sekunde seines Trainings gehasst hat, aber innerlich gewusst hat, dass er es braucht um unsterblich zu werden. Die Frage, die du dir stellen solltest, ist „Wie unsterblich möchte ich sein?“

    Entschlossenheit:

    Entschlossenheit ist ja so eine Sache. Sich für etwas hundert prozentig zu entschließen, braucht viel Mut, viel Zuversicht und das ohne Rücksicht auf Verluste. Oft ist entschlossenen Menschen aber klar, dass es ohne Verluste nicht gehen wird und dass sie sehr wohl die eine oder andere Niederlage einstecken müssen, um ganz oben zu stehen.
    Trotzdem haben wahre Sieger zwei Dinge gelernt:
    Erstens immer wieder aufzustehen. Das können sie deshalb machen, weil sie eine Vision ihrer Selbst vor sich haben und diese Vision anstreben. Sie erschaffen sich eine neue Realität, eine die perfekt für sie ist, in der sie bereits alles erreicht haben und in der sie auf der obersten Treppe stehen.
    Zweitens, dass man Glück mit viel Entschlossenheit erzwingen kann. Ich habe schon mit vielen Menschen über Glück gesprochen und fast alle waren sich einig, dass Glück eine Sache ist, die man durch Mut erhält. Es heißt nicht umsonst, das Glück des Tüchtigen zu haben.
    Also ist Glück kein Zufall.

    Mumm:

    „He who is not courageous enough to take risks, will accomplish nothing in life,“ Muhammed Ali
    Im Leben geht es darum Risiken einzugehen und alles aus sich herauszuholen. Ich persönlich bin kein großer Freund des Ausspruchs „No risk. No fun“, denn ich habe mir die Frage gestellt, warum ich nur Spaß haben kann, wenn ich ein Risiko eingehe.
    Kann ich also mehr Spaß haben, wenn ich mehr Risiko eingehe?
    Kann ich keinen Spaß haben, wenn ich kein Risiko eingehe?

    Ich habe für mich selbst die Antwort definiert, dass wenn ich alles auf eine Karte setze, also den Mut aufbringe zu scheitern, dann habe ich mir nichts vorzuwerfen. Es hat für mich persönlich wenig mit Spaß zu tun.

    Nein falsch, da war doch noch ein Punkt, in dem ich doch mit diesem bekannten Zitat für mich übereinstimme.
    Du kennst das sicher, du tust etwas, bist von Angst geknebelt, der Schweiß steht dir auf der Stirn, du hörst dein Herz rasen und deine Kehle fühlt sich an, als würde sie zugeschnürt sein. So empfinde ich das Gefühl der Angst, wenn sie sich wie ein Fieber ausbreitet.
    Vielleicht kennst du das dann auch, du hast etwas gemacht und bist von dieser Angst eingenommen worden, konntest dich nicht wehren, keine Stellung beziehen, dich nicht verteidigen und sie hat dich erfüllt. Leider viel zu schnell und erst wie das Ganze vorbei ist, vergeht die Angst.
    Danach bin ich normalerweise von mir selbst enttäuscht, aber nicht weil ich verloren habe und ausgeschieden bin, sondern weil ich es nicht geschafft habe, die Angst zu besiegen und den Mut aufzubringen auch Scheitern zu können.

    Bild Bobteams Hengster

    Mein Vater sagt oft zu mir:
    „Wenn du nicht alles auf eine Karte setzt, kannst du sowieso nicht gewinnen. Riskiere liebe und verliere vielleicht, denn wenn du nichts riskierst verlierst du sowieso.“

    Mein Tipp für dich ist, dass du, wenn du merkst, dass dich die Angst übermannt, dir dessen bewusst wirst und diese zuerst akzeptierst. Danach kannst du kurz durchatmen und dir sagen: „Okay, ich habe etwas Angst, das ist aber nicht so schlimm. Aber wenn ich nicht alles auf eine Karte setze und alles riskiere, gewinne ich sowieso nicht.“ Wie du das genau machst, bleibt aber dir überlassen.

    [Tweet „Was kommt kommt, was nicht kommt, kommt nicht!“]

    Finde eine Strategie, um deine Strategie zu überwinden, nur du kannst es für schaffen, dich von deiner Angst zu befreien.

     

    Bleib‘ sportlich!

    Dein,

    unterschrift

    5 Kommentare, sei der nächste!

    1. Wau, das kommt direkt aus den Innersten!
      Aus der Leidenschaft, die Schweiß, Entschlossenheit und Mumm hervorbringen.

      Was für eine Inspiration, danke dafür 🙂

      Diese Mischung ist nicht nur für Sportler ein Energie-Drink-Mix von feinsten.

      Echt t toll beschreiben und so nachfühlbar 🙂

      Alles Liebe Nicole

    2. Lieber Johannes,

      ich verfolge Olympia zwar nicht, aber eine Geschichte gefällt mir sehr gut. Ja, sie rührt mich einwenig.

      Eine kleine Thailänderin namens Vanessa Mae hat, seitdem sie als Kind das erste Mal auf Skiern gestanden hat, den Wunsch, einmal bei Olympia zu starten. Sie hat sich in diesem Jahr den Traum erfüllt und genau so hart trainiert wie alle anderen. Und dabei konnte ihr nicht der Bekannheitsgrad helfen. Sie musste sich die Qualifikation erarbeiten. Am Ende wurde sie zwar Letzte, aber es war ihr gar nicht wichtig zu gewinnen.

      Ich finde das großartig.

      1. Liebe Tina, danke für deine Worte. Du hast recht, der Olympische Gedanke ist ein ebenso wichtiges Element der Olympischen Spiele wie Medaillen. Und du hast ganz recht, ohne eine Vision geht gar nichts.

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