Mein heutiger Aufruf-Finde deine Challenge

Heute ist ein anderer Tag, heute ist ein spezieller Tag, denn heute rufe ich dich zu etwas auf.

Finde deine Challenge!

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Start an einem anderen Tag

Du stehst am Start, es geht los und du bist  nicht sicher, was du genau erwarten sollst. Du weißt nicht, wie es ausgehen wird,  fühlst ein leicht flaues Gefühl im Magen.
Auf der Stirn haben sich die ersten Schweißperlen gebildet, du spürst dein Herz rasen und merkst,  wie dein Blick von links nach rechts wandert,  und zu guter Letzt verrät auch deine Körpersprache, dass du dich nicht sicher fühlst.

„Das geht doch jedem so. Man kann nicht immer 100% sicher und selbstbewusst sein und außerdem kann ich auch mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld recht zufrieden sein. Ich habe mich zwar gut vorbereitet, habe viel trainiert und  auch schon Mentaltraining gemacht, doch irgendwie fühle ich mich nicht ganz so sicher. Ich muss einfach noch Erfahrung sammeln.“ Die Gedanken gehen dir durch den Kopf, du weißt nicht, wo du stehst und wie die anderen drauf sind, du weißt nur, dass du ein ungutes Gefühl in dir trägst und nicht genau weißt, was dich erwartet. Du merkst, wie dein Puls  weiter steigt…

Deshalb heute mein Aufruf

So ist es mir selbst schon öfter passiert. Ich kann mich an einige Male erinnern, als ich meistens zur Anfang der Saison immer sehr  gut gefochten habe. Zu diesem Zeitpunkt, das war meistens Anfang Oktober, hatte ich noch wenig gefochten und viel allgemein trainiert, die ersten wichtigen Wettkämpfe finden im Fechten aber Ende Jänner statt. Wie versteinert war ich immer in Paris beim ersten Weltcup der Saison. Wie blockiert, wie hypnotisiert, wie paralysiert stand ich da, ohne Plan, ohne Freude, dafür mit viel Anspannung und Krampf. Was für ein ungutes Gefühl das doch ist.

Du kennst das Gefühl, von dem ich spreche,  weißt,  wie es sich anfühlt einfach nur dabei zu sein und keine aktive Rolle zu spielen. Du kannst  dir vorstellen, wie es sich anfühlt, diese Angst zu verspüren, die den Hals zuschnürt und das Herz rasen lässt.
Oft höre ich dann von Menschen , dass es doch nur Sport ist. Nein, es ist mehr, es ist  Leidenschaft,  Passion,  Bestimmung.

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    [Tweet „Der, der sich traut, wird auch das Glück erzwingen“]

    Vielleicht kennst du dann auch den Ausgang aus deiner eigenen Erfahrung. Ich konnte diese allumfassende Angst nicht ablegen, nicht bändigen, nicht abstellen oder sonst in irgendeiner Weise bekämpfen. Die Schlacht ist verloren und endet mit einer empfindlichen, entscheidenden Niederlage.
    Doch dann überkam mich mehrere Jahre hindurch ein eigenartiges Gefühl. Zuerst tiefes Entsetzen und Trauer wegen der schlechten Leistung. Anschließend sah ich aber dennoch einen Lichtstreif am Himmel, eine helle Zone in der schwarzen Nacht, das Ende des Tunnels.

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    Die Erkenntnis

    Es überkam mich die Erkenntnis, dass ich trotz meiner extremen Anspannung, trotz des Frustes während des Wettkampfes, obwohl ich keine Sekunde an mich geglaubt habe und ich keinen einzigen Moment Spaß dabei hatte, doch irgendwie zwei meiner sieben Gefechte gewinnen konnte.

    Wie das?

    Durch Aktionen, Dinge, die selbst unter widrigsten Bedingungen klappen, die ich so sehr verinnerlicht habe, dass sie dennoch funktionieren. Sie gaben mir in diesen bittersten Stunden im Leben eines Sportlers Halt.

    Des Weiteren wurde mir eines bewusst:  obwohl ich mich so gefühlt habe, war ich in den einzelnen Kämpfen nicht chancenlos , sondern mir hat lediglich der Glaube an den Sieg und meine Fähigkeiten gefehlt.

    So war es die Jahre davor

    So wird es heuer nicht mehr sein. Mit dieser Einstellung flog ich heuer in die Stadt der Liebe, Paris. Heuer war für mich ein anderes Jahr. Wieder ein Jahr älter, wieder eines reifer? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.

    In der Vorbereitung habe ich vieles anders gemacht:  mehr allgemein trainiert, weniger gefochten. Der Kreis zur Form, die ich normalerweise im Oktober habe, und dann wieder über November und Dezember im Selbstzweifel ersticke, schließt sich.

    Und so stehe ich jetzt auf der Bahn. Gleich im ersten Gefecht gegen einen Deutschen, der mir normalerweise so gar nicht liegt.

    Normalerweise? Was ist schon normal?

    Ich denke mir dabei „Gut, ich bin nervös. Das ist jeder ein bisschen. Aber das Universum hat mir gleich zum Anfang einen Gegner geschickt, der für mich eine große Herausforderung darstellt.“ Dieser Gedanke nimmt mir unglaublich viel Druck.

    So gewinne ich das Gefecht und bin sehr stolz auf mich und darauf, dass ich die Herausforderung angenommen habe,  und gewinne noch eines und noch eines…

    Am Ende des Tages stehen  6 Siege und 0 Niederlagen zu Buche. Mein bestes Ergebnis bisher. Ein Highlight!

    Ziel ist es, die Herausforderung in diesem Moment zu sehen.

    In allem kann man eine Herausforderung sehen, trotz Nervosität alles riskieren. Obwohl man einem stärkeren Gegner gegenübersteht nicht aufgeben,  sondern vielleicht dennoch einen Weg finden und schließlich gewinnen.

    Mein heutiger Aufruf: Finde die Challenge!

    Ich rufe dich deshalb dazu auf, dass du beim nächsten Mal, wenn du dich einer Situation nicht gewachsen fühlst, eine Challenge findest in dem,  was du macht. Das kannst du auf jeden Bereich deines Lebens anwenden. Ich habe zum Beispiel mir die Challenge gesetzt, eine Prüfung auf der Universität ohne lernen, ohne in einer einzigen Einheit gewesen zu sein, ohne mir  irgendetwas davor zu diesem Thema angesehen zu haben, zu bestehen. Bei meinem ersten Versuch bin ich an Physik kläglich gescheitert. Da musste ich mir doch eingestehen, dass Physik in der Schule ein „Kindergeburtstag“ dagegen ist, doch in Ernährungswissenschaften habe ich diese Challenge für mich entschieden. Mit einem „Sehr gut“

    Finde auch du deine Challenge.

    Poste deine Challenge als Kommentar! Unter allen Challenges, die ihr postet,  wählt eine Jury die einzigartigste aus.

    Zu gewinnen gibt es eine Mentaltrainings-Einheit mit mir.

     

    Bleib’ sportlich!

    Dein,

    unterschrift

    6 Kommentare, sei der nächste!

    1. Ich hab auch für meine Uni-Prüfung nichts gelernt und stattdessen 3 Wochen vor der Prüfung einen univis- Eintrag via Photoshop „gebastelt“ & genau dieses Ergebnis hab ich erhalten 🙂

    2. Meine Challenge?

      Das ist mein „Alltag“.

      Denn jeder Tag bietet mir meine Herausforderungen und das mehr als oft unvorbereitet.

      Einen Tag mit Kind, Katz, Hund, Mann, Haushalt, Job, Freizeitanimation, …..
      an dem immer wieder etwas Neues, Unerwartetes geschieht, diesen mit Freude, Leidenschaft und Energie zu meistern, das ist meine Challenge.

      Nebenbei tägliche Worte als Inspirationstexte entwerfen und bei Bedarf meine „Schäfchen“ moralisch und seelisch wieder aufzurichten, das ist meine Passion.

      Doch die spannendste Challenge durfte ich mir vor einem Monat setzen.
      Einen Entspannungsworkshop zu leiten, ohne Vorbereitung (nur mit mentaler Vorvisualisierumg, denn für mehr blieb keine Zeit).

      Was für erhebendes Gefühl 😉

      Danke für diese tolle Idee, ich wünsche jedem seine eigene persönliche Challenge, mit der gesamten Fülle die sich daraus entfalten!

      LG Nicole

    3. Meine Challenge ist eine – für mich – sehr spannende … Ich habe mich im Sommer 2013 dazu entschieden, kein Fleisch und darüber hinaus seit November 2013 keine tierischen Produkte mehr zu essen.

      Meine Challenge besteht eigentlich mehr daraus, Personen zu erklären, wo ich denn jetzt mein Eiweiß hernehme, und ob ich denn alle notwendigen Nährstoffe zu mir nehme, als mich vegan zu ernähren.

      Ich kann nur sagen, ich fühle mich so gut wie noch nie, und mein Speiseplan hat sich um ein Vielfaches vergrößert. Ich esse Lebensmittel, von denen ich vor einem halben Jahr noch nicht mal wusste, dass es sie überhaupt gibt.

      Meine Nahrung habe ich aus ethischen Gründen umgestellt, ich bin kein Rad mehr in einem System, dass die Ausbeutung von Lebewesen aufrecht erhält. Es ist ein wunderbares Gefühl!

      Und ich nehme die Challenge gerne an, weitere Fragen zu meiner veganen Ernährung zu beantworten.

      Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag
      Michaela

      1. Das finde ich eine interessante Challenge. Dazu kann ich dir nur gratulieren.
        Ich finde den Schritt sehr gewagt, aber absolut verständlich.
        Aber du hast anscheinend durch deinen Schritt etwas Positives erhalten. Das freut mich.

        lg Johannes

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