Nur Mentale Stärke führt zum Erfolg: 9 Spitzensportler im Schnelldurchlauf

Artikelserie Sp 1

Heute startet eine dreiteilige Artikelserie zum Thema „Auf der obersten Treppe stehen“

Ich fasse mich kurz, denn  es sollen Menschen zu Wort kommen, die wissen wie es sich anfühlt, ganz oben zu stehen.
Eines noch kurz vorweg: Vielen Dank zum großartigen Feedback zu unserer gemeinsamen Bewegung. Schon viele Menschen haben sich dafür interessiert. Das freut mich besonders, weil unsere gemeinsame Bewegung so etwas wie das Herzstück, das Zentralste des Blogs ist.

Nun zur Artikelserie:

Diese Artikel-Serie wird über die nächsten drei Artikel gehen. Ich habe Sportler befragt, die Welt- und Europameister geworden sind, die Olympische Medaillen gewonnen haben und die andere Titel hamstern, wie ein Eichhörnchen Nahrung.

Ich habe versucht viele verschiedene Sportarten auszuwählen, um für jeden etwas dabei zu haben. Vom Segler bis hin zur Schützin, von der Beachvolleyballerin bis hin zum Gewichtheber, vom Läufer bis hin zur Pole-Dancerin ist alles dabei.
Sie alle plaudern aus ihrem Nähkästchen und geben ihr Geheimnis preis, mit dem sie es nach ganz oben geschafft haben.

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    Jeder und jedem habe ich dieselben drei Fragen gestellt:

    1)Was ist dein persönliches Erfolgsrezept um auf die oberste Treppe zu steigen?

    2)Für wie wichtig hältst du mentale Stärke für sportliche Höchstleistungen?

    3)Welche Mentalen Fähigkeit(en) erachtest du als die wichtigste(n) um im Sport seine Visionen Realität werden zu lassen.

     

    I) Florian Janystin: (Lang- und Mittelstreckenschwimmer, Teilnehmer Olympische Spiele 2008 und 2012, Rekordhalter)

    1533667_10201104563927154_624173685_n1)Konsequenz sowohl beim Training, als auch außerhalb. Beharrlichkeit, immer das Ziel vor den Augen, selbstkritisch stets Verbesserungen suchen. Immer an sich selbst glauben.

    2) Ich halte mentale Stärke und mentales Training in meinem Sport für sehr wichtig. Nur wenn ich absolut stark im Kopf bin, kann ich die langen Einheiten bestehen und mich für den Wettkampf quälen.

    3)Konzentration, Willensstärke, Fähigkeiten, sich in Situationen hinein zu versetzen, Emotionen wieder aufleben zu lassen um maximale Leistung zu erzielen.

     

    II) Stephanie Obermoser: (Sportschützin, Telnehmerin Olympische Spiele 2012)

    297614_2540243793551_147147553_n1)Ich weiß, dass ich in den letzten Monaten perfekt trainiert habe und technisch alles stimmt, mein Selbstbewusstsein ist dadurch auch gestärkt, somit steht dem Treppchen nichts mehr im Wege!

    2)Ich finde mentale Stärke sehr wichtig vor allem in meinem Sport, dem Schießsport, muss man im Kopf top fit sein. Jeder Schuss beweist mir sofort   welch großen Einfluss die Vorstellungskraft hat.

    3) Selbstvertrauen zu seinen eigenen Fähigkeiten und Stärken, Ehrgeiz, Fokus auf das Wesentliche, Freude am Sport

    Mehr Infos auf: www.stephanie-obermoser.at

     

    III) Ana Roxane Lehaci: ( Kanu, Weltcupsiegerin 2012, EM-Dritte 2012)

    1493034_10202900639746110_1900324809_n1)Ruhe und ein organisiertes, gut geplantes Leben zu haben, angefangen vom Training bis zu den schulischen Aktivitäten. Für mich persönlich finde ich es wichtig, dass ein Leistungssportler seine/ihre Ziele genau definiert, um zu wissen, wofür er/sie sich diesen Aufwand überhaupt antut.

    2)Das Wichtigste überhaupt! Es ist sinnlos andauernd zu trainieren, wenn man weiß dass es an der mentalen Stärke fehlt. Es wird für einen Sportler nie möglich sein an die Weltspitze zu gelangen, wenn er nicht überzeugt ist von seiner Person und seinem Talent. Ohne Selbstmotivation gelingen keine Höchstleistungen.

    3)Über seine Grenzen hinaus zu wachsen, mit dem Druck von Außen (Presse, Kritik etc.) klarzukommen, seine Ziele im Kopf visualisieren und Rennabläufe öfter in Gedanken durchzugehen.

    Mehr Infos auf: www.anaroxanalehaci.at

     

    IV) Urte Paulus: „Bogenschützen-Koryphäe“ (Weltmeisterin, 4-fache Europameisterin)

    1616278_10203019060343065_33909914_n1) Freude am täglichen Training und am Wettkampf, gute Trainingsplanung sowie der Fokus auf eine gute Schusstechnik während des Wettkampfes. Die Treffer kommen dann von alleine.

    2) Für Wettkämpfer auf einem vergleichbaren schusstechnischem Niveau und angepasster Ausrüstung ist die mentale Fitness eines Bogenschützen zu 90% entscheidend. Hohe Eigenmotivation, sinnvolle Zielsetzung, Durchhaltevermögen im Training und Wettkampf, Aktivierungsgrad-, Gedanken-, Selbstgesprächs- und Gefühlsregulation sowie exzellente Visualisierungsfähigkeit sind u.a. im Hochleistungssport enorm wichtig.

    3) Uneingeschränkten Spaß an der Ausübung des Sportes und der eigenen Weiterentwicklung haben. Im Falle des Bogensports den Spannungsauf- und -abbau im Körper während des Schussablaufes zu spüren, den Pfeil fliegen zu sehen ( ohne ihm nachzuschauen), alles als willkommene Herausforderungen anzunehmen, sei es im Training als auch im Wettkampf, sowie eine „Niederlage“ als Motivation anzusehen.

     

    V) Viola Kleiser: Bobfahrerin Team Hengster (Teilnahme Olympische Spiele 2014)

    1655876_726265767391774_349828254_n1) Ich würde sagen eine gute Kombination aus harter  Arbeit und gleichzeitig Spaß am Training. Ebenso habe ich die Möglichkeit in einem sehr professionellen Umfeld zu trainieren, welches ich mir im letzten Jahr geschaffen habe.

    2) Mentale Stärke halte ich für sehr wichtig! Im absoluten Spitzensport gibt es keine großen athletischen Unterschiede zwischen den Athleten mehr, kleine Faktoren entscheiden oft über die entscheidende Hundertstel im Ziel. Einer dieser wichtigsten Faktoren ist mentale Stärke.

    3) Mit meiner Mentaltrainerin habe ich an der Visualisierung des Wettkampfes gearbeitet. Das hilft mir kurz vor dem Start mich voll und ganz auf den Ablauf und die Bewegung des Startes zu konzentrieren und dabei alles andere auszublenden.

    Mehr Infos auf: www.bobteam-hengster.at

     

    VI) Marcel Ott: „Mr. Bundesliga“ im Judo ( 7. Platz Weltmeisterschaft 2013, 3. Platz Europacup Oberwart)

    1533670_10202354421929389_1995170952_n1)Mein Rezept: Ich versuche 24h Sport zu leben. Ich arbeite sehr hart und diszipliniert, um meine Ziele zu erreichen und versuche gleichzeitig nie die Freude und Leidenschaft an meiner Sportart und generell am Leben zu verlieren.

    2)Mentale Stärke ist sehr wichtig. Wer im Kampf zu jeder Sekunde stärker im Kopf ist, als sein Gegner hat so gut wie gewonnen. Denn in der Weltklasse hat jeder das Zeug dazu an die Spitze zu kommen. Wer jedoch Nervosität und Siegeswille so im Griff hat, um es für ihn nutzen zu können, kommt ganz nach oben.

    3)Auf der einen Seite ist es wichtig, die Stärke zu besitzen, den Gegner undbedingt schlagen zu wollen und auch ehrlich davon überzeugt zu sein, dass du das Zeug dazu hast.  Auf der anderen Seite ist die Erwartungslosigkeit ein großer Trumpf, denn wer in den Kampf geht, nur aus der Freude heraus, kämpfen zu dürfen, ist befreit von Druck und jeglicher Nervosität und hat mit Sicherheit sehr viel mehr Potential.

    Mehr Infos auf: www.marcelott.at

     

    VII) Dörte Siebke: Triathlon (Weltmeisterin im Duathlon 2008, 9. Platz Ironman Hawaii 2007)

    319838_2919914249017_1917034672_n1)Zunächst habe ich den Vorteil, dass ich mich fast nie zum Training aufraffen muss, es bringt mir auch nach vielen Jahren noch immer Spaß. Dazu habe ich das „Never-Give-Up-Gen“, so dass ich mich auch im Training bis zum Schluss durchbeißen kann, wenn’s mal hart wird. Im Wettkampf versuche ich, stets mein eigenes Ziel vor Augen zu haben und nicht die Konkurrenz.

    2)Die mentale Stärke halte ich für überdurchschnittlich wichtig, auf jeden Fall über 50%. Der Rest verteilt sich auf Training, Talent und Tagesform.

    3)Es ist sehr wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben und die Fähigkeit, sich z.B. den Sieg nicht nur zu wünschen, sondern sich diesen bereits vorstellen zu können. Wenn man an sich zweifelt, hat man eigentlich schon verloren. Das habe ich auch schon erlebt. Da kann man physisch und sportlich viel besser drauf sein als die Konkurrenz, aber der Kopf kann alles kaputt machen – aber andersherum auch zum Sieg verhelfen.

    Mehr Infors auf: www.doerte-siebke.de

     

    VIII) Veronika Kratochwil: (Teilnehmerin Olympische Spiele 2008, WM und EM-Finalistin)

    1457632_10201610060347769_1053209366_n1) Seit mit vollem Herzen bei der Sache. Geist und Körper müssen für das tagtägliche harte Training bereit sein. Es ist ein Zusammenspiel: Schwächelt der Geist oder der Körper einmal, kann man darüber hinwegsehen. Langfristig muss man aber mit 100% dabei sein.

    2) Sehr wichtig. Ich selbst habe bei den Olympischen Spielen sowie bei der Weltmeisterschaft mentale Schwäche gezeigt. Bin einen Anlauf stehen geblieben und habe so Minuspunkte erhalten, was mich zurückgeworfen hat. Heute denke ich: Wäre ich bloß als Jugendliche schon bereit für Mentaltraining gewesen…. Aber damals glaubte ich auch so stark genug zu sein.

    3) Man muss abschalten und sich in eine Art Trance versetzen können. Im Wettkampf muss es gelingen, sich auf das UR-Vetrauen verlassen zu können. Daran zu glauben, all Mögliches gemacht zu haben um am Tag XY zu brillieren. Wer am Wettkampftag zu viel denkt und grübelt hat meiner Meinung nach schon verloren.

     

    IX) Manfred Böhm: Marketinggenie und Österreichs einziger Rollstuhlfechter (Teilnehmer Paraolympics in 2 verschiedenen Sportarten: Schwimmen und Fechten)

    228546_499574433425461_107897780_n1)    Der Glauben, dass es kein Limit gibt.

    2)    Teil des gesamten Erfolgs in einem Sport wie Fechten 80 Prozent

    3)    Sich auf eine Sache 100% fokussieren zu können.

     

     

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