Ziele erreichen: Welche Gefühle und Gedanken auf dem Weg nach oben wichtig sind

Wie dich deine Gefühle und Gedanken deine Ziele erreichen lassen

 

Wer das Ziel kennt, kann entscheiden,
wer entscheidet, findet Ruhe,
wer Ruhe findet, ist sicher,
wer sicher ist, kann überlegen,
wer überlegt, kann verbessern.
-Konfuzius

 
Bevor ich mit dem eigentlichen Blogartikel über Gefühle und Ziele erreichen loslege, möchte ich noch eine Ankündigung machen, eine kleine Werbung sozusagen!
 

„Als Sportler zum Sieg“

Ich starte einen Podcast!
Ja, im Ernst. Ich starte einen Podcast und ich habe da meine Gründe!
Wie du vielleicht im Newsletter bereits erfahren hast, wird der Podcast „Als Sportler zu Sieg“ heißen und Sportler dabei unterstützen ihre persönliche Bestleistung im Wettkampf abrufen zu können.
 
Der Podcast wird auf iTunes, auf podcaster.de und auf stitcher zu hören sein.
Du wirst ihn aber auch auf dem Sportmentalblog hören können.
Die Shownotes, also die Quintessenz der Episode und weiterführende Links wirst du dort auch einsehen können.
 
Der Podcast wird am 13.6 online gehen.
 

Gefühle und Zielsetzung

Der heutige Artikel soll dir die wichtigsten Fragen zu dem Thema, welche Gefühle und Gedanken dich an dein Ziel bringen und welche nicht,beantworten. Er wird dir zeigen, warum du auf dein Gefühl und deine Gedanken achten musst, was Ziele in dir bewirken und warum „Ich muss“ dich scheitern lässt.
 

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    Was sind Ziele?

    Du hast gewonnen. Dein Name wird aufgerufen und du steigst auf die oberste Treppe, bekommst die Medaille umgehängt. Die Gefühle sind überwältigend.
     
    Die Nacht nach deinem Sieg, kannst du nicht schlafen, du bist zu aufgewühlt. Du erinnerst dich an die einzelnen Momente, an die Erfahrungen, an jede Szene.
    Du weißt, was du gedacht hast, was du gefühlt hast und was du zu dir gesagt hast.
     
    Du denkst an den genialen Punkt, den atemberaubenden Treffer, das galaktische Tor.
    Du bist hellwach, solltest eigentlich schlafen, wälzt dich von einer Seite zur anderen.
     
    Ziele sind ein Erlebnis, das du unbedingt erreichen willst. Deine Ziele sind deine Träume im Sport, die Siege, die du als Sportler gewinnen willst, die Medaillen, die Titel, für die es sich auszahlt zu trainieren, zu arbeiten, zu kämpfen und Rückschläge in Kauf zu nehmen.
     
    Ziele sind aber vor allem eines, deine innerste Motivation, denn nur was unter die Haut geht, kann dich wachhalten, dich zum Durchhalten bewegen und dich siegen lassen.

     
    Was wäre das eine Ziel, das du unbedingt erreichen wollen würdest?
    Wenn du eine Sache auswählen könntest, was wäre das?
     
    Wäre es die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen, wäre es der Gewinn eines großen Wettkampfes oder wäre es die Einberufung ins Nationalteam?
     
    Diese eine Sache möchtest du unbedingt erreichen, dir unbedingt verwirklichen.
    Und diese Sache, dieses Erlebnis ist es auch, dass dich träumen lässt.
     

    Warum sind Ziele so motivierend

    Als Sportler leben wir in einer eigenartigen Welt.
    Leistungssportler haben ein Commitment abgegeben, dass sie auch mit Rückschlägen umgehen werden und immer wieder weiter machen werden.
     
    Und sind wir uns ehrlich, das ist nicht immer leicht. Du fragst dich, warum du es dir überhaupt antust, ob du es nicht einfach lassen solltest, du hast ein drückendes Gefühl in der Brust, eine Last auf deinen Schultern. Du willst weg von dem Ort deiner Niederlage, die Sache einfach hinschmeißen.
    Doch macht es das besser? Oder läufst du mit deiner Realität einfach nur davon und verabsäumst es mit deiner Vergangenheit und dieser Niederlage abzuschließen?
     
    „Ich komme wieder.“-Muhammed Ali.
     
    Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. In einer Saison, die die wichtigste meines Lebens hätte werden sollen, rannte ich dem Erfolg hinterher. Mit jedem Tiefschlag, mit jedem Wettkampf wurde der Druck größer, die Vision, das Ziel immer ein wenig weiter weg.
     
    Schlussendlich wurde mir beim letzten Wettkampf in Havanna der Druck einfach zu groß und ich verlor.
    Die Chance sich für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu qualifizieren, war weg. Der Traum ausgeträumt! Die Vision zerplatzt.
     
    Gefühle und Gedanken
     

    Was tat ich danach?

    Ich hatte das Gefühl zumindest die Saison retten zu müssen, es mir und allen anderen beweisen zu müssen, dass ich es mir trotz eines schweren Autounfalls, daraus resultierendem Trainingsrückstandes, unglücklicher Losentscheidungen und einiger knappen Niederlagen dennoch verdient hatte und das Scheitern nur ein Ausrutscher war.
     
    Ich „müsste“ dies und „musste“ das, um meine innere Stimme irgendwie zum Schweigen zu bringen. Was ich aber dabei übersah war, dass mich dieser Gedanke nur noch mehr aufwühlte und mich weiter weg brachte von meinem Innersten.
     
    Erst Wochen später nach einem weiteren Wettkampf des „Müssens“, erkannte ich, dass ich damit aufhören musste.
     
    Ich stellte mir zwei grundlegende Fragen.
    Erstens „Muss ich wirklich?“ und zweitens „Was passiert, wenn ich es nicht schaffe?“

    In diesem Moment war mir klar, dass ich das Fechten im Moment nur deshalb machte, um diese Stimme irgendwie zum Schweigen zu bringen und nicht mehr deshalb, Spaß daran zu haben, um die Momente zu genießen und um zu schauen was ich so drauf habe.
     
    Es war mir die Freude am Sport abhanden gekommen, der Grund warum ich es seit meiner Kindheit gerne gemacht hatte. Und das gab mir zu denken.
     
    Ich entschied, für rund zwei Wochen nicht mehr zu fechten und gönnte mir eine Auszeit. Ich ging locker laufen, legte mich ins Gras, genoss die freie Zeit mit meiner Freundin, meinen Freunden und meiner Familie. Ich begann wieder ein wenig zu meditieren, schaute den Wolken beim Vorüberziehen nach und reinigte so mein Innerstes.
    Und siehe da, bei den Österreichischen Meisterschaften konnte ich gewinnen.
    Es fühlte sich wieder vollkommen anders an.
     

    Doch warum sind Ziele so motivierend?

    Das war es ja eigentlich was ich erklären wollte.
    Sie geben uns Halt, sie zeigen uns den Weg, sie lassen uns auch nach Rückschlägen wieder aufstehen.
     
    Als ich im Auto saß, kopfüber am Dach lag und das Wasser von unten durch die Windschutzscheibe meines Toyota eindrang, dachte ich nicht an mein Auto, das kaputt war, ich dachte nur daran, dass ich schnell aus dem Wagen müsste, um meine Chance für die Spiele zu wahren.
     
    Ich habe mich erst vor wenigen Tagen mit einem Manager eines großen Österreichischen Konzerns unterhalten, der mit erzählt hat, dass er, als er die Stelle annahm eine genaue Vision davon hatte, was er aus dem Konzern machen möchte, wo es hingehen soll und was er erreicht haben möchte.
    Er erklärte mir, dass er gerne Rückschritte, Umwege und Verluste in Kauf nahm um diese Vision zu erreichen.
     
    Genauso ist es bei dir als Sportler. Du musst lernen mit Rückschritten umgehen zu lernen, musst dich immer wieder aufrappeln und möglichweise auch einmal eine verpasste Qualifikation in Kauf nehmen um dich als Sportler weiterzuentwickeln.
     
    Deine Ziele sollten dir den Weg auf die oberste Treppe weisen, aber dich nicht dazu verleiten, dass Gedanken des „Müssens“ in dir hochkommen zu lassen.

     

    Wie du aus Motivation neue Gefühle und Kraft schöpfst

    Motivation entsteht aus einer klaren Zielsetzung. Ohne Motivation gibt es keine Handlung. Wenn ich dir jetzt etwa sagen würde, dass du 300 Liegestütz machen solltest, würdest du mich fragend ansehen, mich fragen warum und wofür und wenn ich dir keinen guten Grund nennen würde, warum es dich einen Schritt näher an deine Vision bringen würde, würdest du zu Recht sagen, dass du sie nicht machen wirst.
     
    Motivation entsteht grundsätzlich dann, wenn wir ein Motiv haben und dieses erstrebenswert für uns ist. Ein Motiv ist die Grundidee hinter einem Ziel. Wenn du etwa, die Nummer eins der Welt werden willst, dann kann etwa das Motiv dahinter sein, dass du als Bester deiner Sportart gelten möchtest.
    Das Motiv wird so lange verfolgt bis du es erreicht hast, oder es als nicht mehr erstrebenswert einstufst.
    Dies kann entweder durch eine Vielzahl negativer Erfahrungen erfolgen, oder dass andere Ziele für dich mehr Anziehungskraft ausüben, als eben dieses.
     
    Auch hier spielen dein Gefühle eine immens große Rolle. Frage dich, warum du dieses Ziel unbedingt erreichen willst, was es für dich zu etwas Besonderem macht und warum es dich mehr fesselt als andere.
     
    Wenn du mehrere Ziele hast, schreibe dir am besten alle zuerst einmal auf einen Zettel auf.
    Frage dich, warum dich welches Ziel anzieht und nimm dann eine Reihung vor!
    Wenn es nur eine Sache geben würde, die du von deinen Zielen erreichen könntest, welche wäre das?
     
    Schreibe das eine Ziel in einen Kommentar und lasse auch andere Menschen an deiner Vision teilhaben!
     
    Sport ist Kopfsache!
     
    Dein,
    Unterschrift
     
    Muhammed Ali

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