Was du als Sportler bei Ziellosigkeit tun kannst

Was du gegen Ziellosigkeit tun kannst

„Nicht jeder Pfeil trifft ein Ziel.“ -Horaz

Ich bin Leistungssportler. Ich habe für mich normalerweise definiert, was ich erreichen möchte und wohin es gehen soll.
Das habe ich dir wahrscheinlich schon erzählt, wenn du das noch nicht weißt, dann empfehle ich dir die „Über mich“-Seite, da erfährst du die wichtigsten Keynotes über mich.

Wenn du das schon weißt, dann hast du möglicherweise schon gelesen, dass das letzte Jahr für mich relativ schwierig war, ein richtiges Bad der Gefühle eben. Ein bisschen wie ein schlechter Hollywood-Film mit einem relativ kitschigen Drehbuch.

Ich hatte einen Autounfall und konnte mich auf wichtige Wettkämpfe nicht vorbereiten, hatte Flugverspätungen und konnte mich beim letzten Wettkampf um zwei Punkte nicht qualifizieren.

Eine Welt brach für mich zusammen. Ich versuchte es erneut, wollte andere Ziele noch schnell erreichen, mir und anderen es beweisen, dass das alles nur ein Zufall gewesen war.

Dein 8-Punkte-Plan für deine Höchstleistung:

    • Selbstbewusst im Wettkampf
    • Spaß an der Herausforderung haben
    • Kühlen Kopf bewahren, wenn's drauf ankommt.




    Ich weiß, also auch wie es sich anfühlt, seinen Zielen hinterherzulaufen aber ich weiß auch wie es sich anfühlt, keine zu haben.

    Ich scheiß auf meine Ziele…

    Du bist unmotiviert, liegst am Sofa und siehst fern. Es läuft die x-te Wiederholung einer „Two and a half Men-Folge“ im Fernsehen, du kannst bereits mitsprechen, weißt welche Szene als nächstes kommt. Trotzdem möchtest du nicht aufstehen, nicht aktiv werden, denn das würde bedeuten, dass du etwas tun musst und auf genau das, hast du überhaupt keine Lust.

    Es gefällt dir zwar nicht wirklich und langweilig ist es auch für dich, aber immer noch besser als zu schuften, an sich zu arbeiten oder zu trainieren.

    Leistungssportler zu sein bedeutet zu schwitzen, Grenzen zu durchbrechen und Mauern zu überwinden.
    Es bedeutet auch dann weiter zu machen, wenn andere aufgeben und aufzustehen wenn andere lieber liegen bleiben.

    Das weißt du alles, das ist dir alles klar.
    Aber wofür? Wofür solltest du dich quälen?

    Damit Ziellosigkeit der Vergangenheit angehört

    Das Gefühl, das da Ziellosigkeit heißt

    Das Gefühl, dass ich dir gerade beschrieben habe, ist Ziellosigkeit. Du irrst herum, weißt nicht wohin und auch nicht warum du etwas tun solltest.

    Du verharrst in einer Art Starre, kannst und willst nicht alles geben, weil es für dich entweder zu anstrengend ist oder weil du es vielleicht auch gar nicht weißt, wie es sich anfühlt, für das Erreichen eines Zieles alles zu geben.

    Du hast keine Vision von dir, du hast kein Ziel davon was du erreichen möchtest.
    Schnappe dir einen Stift und einen Zettel, schreibe alles auf was dir in den Sinn kommt, was du gerne einmal erreichen würdest.

    Am besten du fragst dich auch, was du früher erreichen wolltest, aber entweder noch nicht erreicht hast oder aus anderen Gründen nicht erreichen konntest.

    Oft liegt es als Sportler nicht immer nur an dir, dass du ein Ziel nicht erreicht hast. Vielleicht warst du verletzt, vielleicht hattest du kein gutes Trainingsumfeld, möglicherweise konntest du nicht genug trainieren oder du hast dir von anderen Menschen einbläuen lassen, dass du das nie erreichen wirst und dich lieber mit weniger zufrieden geben sollst.

    „Don’t tell me that sky is the limit, when there are footprints on the moon.“

    Es wird immer wieder Dinge geben, die du nicht schaffst, es wird Ziele geben, die du nicht erreichst aber eine klare Zielsetzung und eine Vision wird dir immer ein Leuchtturm sein und dich vor Ziellosigkeit schützen.

    Und Ziellosigkeit endet normalerweise in Aufgabe!

    Jeder Sportler hat Ziele! Du kennst sie vielleicht nur noch nicht

    Ich gebe zu, ein Ziel zu finden und es verfolgen ist nicht immer leicht, dranzubleiben noch viel schwerer. Auch ich habe mich gefragt, ob ich das Fechten nicht lieber lassen sollte, ob es noch Sinn macht und ob ich überhaupt noch Freude daran finden kann.

    Ich bin davon überzeugt, dass jeder Leistungssportler ein Ziel hat, es aber vielleicht nur noch nicht kennt.
    Ziellosigkeit sollte kein Phänomen sein, dass Leistungssportler berühren sollte. Es kann aber zu einem werden, wenn du über einem längeren Zeitraum einem Erfolgserlebnis hinterher läufst und es einfach nicht erreichst.

    Was du tun kannst, wenn du einem Erfolgserlebnis hinterherläufst

    Du bist Leichtathlet, Boxer, Schifahrer, Fußballer, Fechter oder vielleicht Tennisspieler. Möglicherweise machst du auch eine ganz andere Sportart. In allen Sportarten kann es sein, dass du deinem Ziel zu sehr hinterherläufst anstatt es einfach passieren zu lassen.

    Die Frage ist „Warum machst du das?“. „Was hindert dich daran loszulassen?“
    Was es genau ist, lässt sich normalerweise nur in einem Coaching herausfinden und bearbeiten, jedoch ist es oft so, dass Sportler Probleme mit dem loslassen haben, weil das bedeutet, dass sie Kontrolle abgeben müssen.

    Es bedeutet, dass sie ihre Ziele erreichen können, sie aber auch nicht erreichen können.

    Du kannst dir stattdessen und dazu gibt es aus der Wirtschaft eine interessante Studie, auch ein neues Ziel suchen, wenn das für dich eine Option darstellt.

    Der Link zum Artikel in der Fachzeitschrift Psychologie Heute:
    https://www.psychologie-heute.de/archiv/detailansicht/news/wie_man_ziele_erreicht/

    Anstatt etwa ein Top-3 Ergebnis bei einem ganz speziellen Wettkampf zu definieren, kannst du dir zum Beispiel einen anderen Wettkampf als wichtigsten definieren und dich vollkommen auf diesen fokussieren.

    Warum manche Sportler ihre Ziele lieber im Dunkeln lassen

    Menschen lieben Vermeidungsstrategien anstatt auf Konfrontation zu stoßen. Wir leben lieber mit einem kleinen Makel am Partner als anstatt etwas zu sagen und wir lassen als Sportler manchmal lieber ein Ziel bei einem Wettkampf im Dunkeln, oder eher umgeben von einem Nebel.

    Es kommt oft vor, dass Sportler ihre Ziele nicht klar definieren wollen, oder können, weil ein festes Ziel immer auch mit der Möglichkeit des Scheiterns einhergeht.
    Das ist eine klassische Vermeidungsstrategie.

    Was sich im Dunkeln befindet oder nur in einem diffusen Licht erscheint, kannst du erreichen, musst es aber nicht, denn es ist ja nicht klar sichtbar.

    Ziele bedeuten Verbindlichkeit. Ziellosigkeit oder eine diffuse Zielsetzung stehen dieser gegenüber.

    Ich möchte, dir raten als Sportler dir dennoch ein klares Ziel vor Augen zu führen, es zeigt dir nicht nur wohin die möchtest, sondern ich habe dir ja bereits beschrieben, wie du dein Unterbewusstsein benutzen kannst, um zu siegen. Dafür braucht es aber eine klare Zieldefinition und keine Ziellosigkeit.

    Was du tun kannst, wenn du merkst, dass du ziellos umherläufst

     

    – Gehe in dich und komme runter!
    Mit herunterkommen meine ich, dass du dich auf dich konzentrierst, Handy und Computer beiseite lässt und ich an einen Ort zurückziehst, wo du für dich etwas ungestört sein kannst.

    – Stelle dir diese Fragen!

    Frage dich, ob dir deine Sportart oder das wofür du bis jetzt gebrannt hast, immer noch brennst, oder ob du nicht mehr mit dem Herzen bei der Sache bist. Wenn die Antwort „Ja“ lautet, ist es vielleicht Zeit etwas anderes auszuprobieren, ist die Antwort „Nein“, dann hast du noch Ziele in dir.

    – Finde deine neue Motivation!

    Jetzt komm ins Tun. Du spürst also, dass dein Herz noch dabei ist und dass dein Feuer noch brennt. Du merkst vielleicht sogar, wie deine Augen leuchten? Dann suche dir neue Motivation. Gehe in dich und kläre dein „Warum“. Suche dir Vorbilder, denen du nacheifern kannst, schaue dir Videos von dir an und analysiere Fehler, die du noch korrigieren willst oder schlüpfe für eine gewisse Zeit in den Idol und sieh die Welt durch dessen Auge. Verhalte dich wie diese Person, sprich wie diese Person. Versuche diese Person zu sein und spüre hinein, welche Gedanken und Gefühle sich mit der Zeit in dir regen.

    Ziellosigkeit ist keine Sache, die du nicht überwinden kannst. Oft ist es ein konkreter Moment, der dich ziellos umherlaufen lässt, manchmal können es auch Kommentare oder Blicke von anderen sein, die dich daran hindern auf die oberste Treppe zu steigen. Dass du diesen Artikel bis zum Ende liest, zeigt mir aber, dass du noch einen langen Weg vor dir hast und Ziele in dir trägst,die du auch erreichen möchtest.

    Wenn du mehr über Ziele erfahren willst, dann trage dich unten in das Feld ein.
    Ich gestalte gerade einen Kurs mit dem Titel „Sportler: Zielgerichtet zum Erfolg“, der dir zeigt wie du dir Ziele richtig setzen kannst, was du tun kannst um sie zu erreichen und wie sie deiner Motivation einen Boost geben können.
    Die Anmeldung verpflichtet aber nicht zum Kauf, du bekommst nur die Infos als erster und bekommst einen exklusiven Rabatt zum Start, wenn er herauskommt.

    Sport ist Kopfsache!

    Dein,
    Unterschrift

    Muhammed Ali

    Weitere Links:
    http://journals.humankinetics.com/jsep-back-issues/jsepvolume7issue3september/theapplicationofgoalsettingtosports
    Gefühle und Zielsetzung
    Unterbewusstsein und Zielsetzung
    http://www.jtsstrength.com/articles/2015/05/06/the-sport-psychology-of-goal-setting/

    Ein Kommentar, sei der nächste!

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